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Das gab es noch nie: Premiere «Dreiklang»

Die Idee des Projektes «Dreiklang» entstand beim Förderkreis Schlossanlage Wilhelmsthal e.V. im Jahr 2012 mit Erscheinen der 3. Auflage des Buches «Zu schön um zu verstummen» von Christian Knobloch. Darin wird u.a. von drei belegten Uraufführungsorten der Musik von Georg Philipp Telemann in Schloss und Park Wilhelmsthal gesprochen:

 dem Saal im ersten Stock des Corps de Logis, der auch schon zu der Zeit existierte, als Telemann Hofkapellmeister am Eisenacher Hof war
 dem so genannten «Telemannsaal», dem wohl ältesten freistehenden Konzertsaal Europas. Dieser wurde allerdings erst nach Telemanns Zeit als Hofkapellmeister erbaut und dann als Uraufführungsstätte seiner Werke genutzt, die er auch dann noch für den Eisenacher Hof schrieb, als er selbst schon nicht mehr in Eisenach war
 der Halbinsel am Damm des Stausees, wo man zu Festen am und auf dem See musizierte, und die als «Open-Air-Bühne» für das Hoflager auf der leicht ansteigenden großen Wiese zum Waldrand hin diente.

So war die Idee geboren, diese drei authentischen Original-Uraufführungsorte Telemannscher Werke wieder zu beleben.

Nun erklingt erstmals der «Dreiklang» am 29. Juni 2013. Musiziert wird an drei unterschiedlichen Orten, die in Park und Schloss Wilhelmsthal heute noch wie zu Zeiten Telemanns authentisch erlebbar sind.

Das erste Konzert des Tages in Wilhelmsthal beginnt um 11.00 Uhr im «Telemannsaal». Es spielt das „Kammerorchester der Landeskapelle“. Der Eintritt hierfür kostet 15 Euro.

Um 14.00 Uhr erklingen im Pavillon (da der Saal im Corps de Logis leider aufgrund seines baulichen Zustandes noch nicht wieder zur Verfügung steht) Werke für zwei Oboen und ein Cembalo. Für die Musik zeichnen sich in dieser durchaus nicht alltäglichen Besetzung Elke von Frommannshausen (Oboe), Tankred Schwarz (Oboe) und Monica Ripamonti-Taylor (Cembalo) verantwortlich. Der Eintritt für dieses Konzert beträgt 10 Euro.

Für beide Konzerte kann aber auch ein Kombiticket zum Preis von 20 Euro erworben werden. Karten für die Konzerte sind ausschließlich an der Tageskasse erhältlich. Der Verkauf und Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn.

Nach dem zweiten Konzert, um 16.00 Uhr, kann man an einer rund 90-minütigen Führung durch Park und Schloss teilnehmen. Der Eintritt hierfür beträgt 3 Euro und ist vor Ort am Beginn der Führung zu entrichten.

Gern kann man aber auch an diesem Tag der persönlichen Gaumenfreude nachgehen, denn ganztägig ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Innerhalb der Premiere des Projektes «Dreiklang» stellt das Konzert am Abend mit «brassamezzo» auf der Halbinsel am Damm des Sees (bei schlechtem Wetter im Telemannsaal) etwas Besonderes dar. Erstmalig seit Jahrzehnten erklingt dort wieder Musik, die ganz bewusst mit ihrem Repertoire eine Brücke von den Anfängen bis in die Gegenwart zu bauen weiß. Auf Eintritt wird verzichtet. Eine Spende wäre aber wünschenswert.

Die Gäste dürfen sich auf ein wahres Fest der Sinne freuen, dort, wo schon vor Jahrhunderten beim Hoflager – eine Art luxuriöses Sommerzeltlager unter freien Himmel. an dem bis zu 400 Gäste aus den höchsten Kreisen ganz Europas teilnahmen – unsere Vorfahren eine Symbiose aus Musik, Erholung und Zerstreuung suchten. Tauchen Sie ein und lassen Sie sich verzaubern von einer Gefühlswelt längst vergangener Tage.

Das Projekt «Dreiklang» wird gemeinsam vom Förderkreis Schlossanlage Wilhelmsthal e.V. und der Kammermusik der Wartburgstadt e.V. mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten veranstaltet.

Rainer Beichler | | Quelle:

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