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Erste Diplome in Eisenach übergeben

Für 90 Studenten der Berufsakademie Eisenach endete jetzt die dreijährige Studienzeit. Auf der Wartburg wurden ihnen am Freitag die Diplome übergeben. Die feierliche Übergabe nahm Staatssekretär Dr. Jürgen Aretz vor. Er ist Vorsitzender des Kollegiums der Berufsakademie Thüringen. Vor drei Jahren wurden Eisenach und Gera zu Standorten der Berufsakademie Thüringen. Damit ging der Freistaat neue Wege. Die Gründung habe sich bewährt. Mit der BA gebe es eine sehr enge Verbindung von theoretischer und praxisbezogener Ausbildung. 165 junge Leute haben nun ihr Studium beendet, 90 Prozent von diesen haben einen Arbeitsvertrag erhalten. Insgesamt wurden 40 Diplom-Betriebwirte Handel, 54 Diplom-Betriebswirte Mittelständische Unternehmen, 17 Diplom-Betriebwirte Wirtschaft, 14 Diplom-Ingenieure für Kommunikation und 22 Diplom-Ingenieure Engineering in Eisenach und Gera exmatrikuliert, hinzu kommen noch 18 Diplom-Sozialpädagogen in Gera.
1998 habe man mit 200 Studenten begonnen, jetzt sind es 1050. Ziel ist es in den nächsten drei Jahren in jedem Standort 750 Studenten zu haben.
IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen betonte, dass die Berufsakademie ein Erfolgsmodell sei, aber es war bis dahin ein steiniger Weg gewesen. Er betonte namens der IHK, dass in Thüringen bald ein großer Fehlbedarf an Ingenieuren herrsche und viele kleine Unternehmen vor einer Nachfolgefrage stünden.
Seitens der Absolventen wurde die Ausbildung an der BA am Eisenacher Wartenberg hoch eingeschätzt. Martina Klostermann, jetzt bei Bosch tätig, fand das familiäre Klima gut, «man konnte seine Fragen gleich den Dozenten stellen und nicht wie an anderen Hochschulen erst nach einem Termin.» Positiv wurde von den jungen Diplom-Ingenieuren und Betriebswirten die enge Verbindung von Theorie und Praxis gewürdigt. «Fragen aus dem betrieblichen Alltag konnten wir in die Ausbildung einfließen lassen. Aber auch unsere Kenntnisse im Betrieb anwenden. Da waren wir gefordert», so Alexander Ruch, jetzt Diplom-Ing. bei der EDAG.
Aber die ehemaligen Studenten haben auch noch Wünsche, so sollte das sportliche Angebot für die Studenten besser werden und auch Eisenach selbst sollte sich seiner BA besser gerecht werden, so bei den Studentenrabatten oder ähnliches.

Rainer Beichler |

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