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Fest verankert

Auch die Göringer Kirche öffnet morgen zum Tag des Offenen Denkmals ihre Pforten für Besucher. Hier schon mal vorab einige Informationen zur Geschichte des Denkmals das in den letzten Jahren vollständig saniert werden konnte.

Die Anfänge der Göringer Kirche reichen weit zurück. Untersuchungen an einem hölzernen
Türsturz des ehemaligen Südeingangs datieren die Fällzeit zwischen 1058-1072. Ritzfugen an der Nordwand belegen Bauaktivitäten im Zeitraum zwischen 1180 und 1240. Dort sind auch Reste einer spätgotischen Ausmalung gefunden worden.

1752 erhielt die Kirche ihre heutige Gestalt und wenig später ihre Rokokoausmalung. Diese wurde 1897 aber wieder überstrichen und dem Zeitgeschmack angepasst. 1945 wurde der Turm (1863 errichtet) durch Beschuss beschädigt. 1989 befand sich die Kirche in einem so schlechten Zustand dass sie einsturzgefährdet war.

Dem engagierten Einsatz der Dorfgemeinde ist es zu verdanken dass die Sanierung inzwischen abgeschlossen werden konnte. Das Bauwerk wurde mit Ankern gesichert, Schwammschäden beseitigt. Die Rokokoausmalung wurde wieder freigelegt, die Deckenbilder und die Portäts der Apostel an der Emporenbrüstung (18. Jahrhundert) wurden ebenfalls restauriert.

Die Glocken: Das Geläut besteht aus 2 Bronzeglocken. Eine davon wurde 1968 als Ersatz für die im Krieg eingeschmolzene Vorgängerin geweiht.

Die Orgel (um 1860) konnte 2004 restauriert werden.

Rebekka Brack |

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