Fördermittel für das UNESCO-Welterbe Wartburg

Bund gibt Mittel in Höhe von 4,9 Millionen Euro zur Sicherung der Infrastruktur auf der Wartburg frei

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Am heutigen Donnerstag, den 28.09.2023, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Fördermittel in Höhe von 4.925.000 € der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien freigegeben, die in den Erhalt des UNESCO-Welterbes Wartburg investiert werden können.

Mit diesen Mitteln kann die dringend notwendige Dachsanierung des Palas durchgeführt werden, die durch Sturmschäden und stetig auftretende Hitzeperioden unumgänglich geworden ist. Aufgrund einer fehlenden Dachdämmung kann der Palas aktuell nicht vollumfänglich genutzt werden. Die technischen Anlagen im Palas sind nicht funktionsfähig und erfordern aktuell Sondergenehmigungen im Bereich Brandschutz, die eine gewohnte Nutzung verhindern. Die BKM-Mittel werden daher auch zum Einbau einer neuen Heizungs- und Belüftungsanlage genutzt, zusätzlich stehen in der Gesamtsumme Mittel zur denkmalgerechten Sanierung des Treppenhauses des Palas bereit, dass durch Witterung und Alter ebenfalls eine schlechte Bausubstanz aufweist.

Darüber hinaus ist es mit den Mitteln des Bundes möglich, das Gadem-Gebäude statisch-konstruktiv zu sichern und funktional zu ertüchtigen, wodurch eine dauerhafte Schließung der gastronomischen Einrichtung und der Besuchertoiletten verhindert und zukünftig mehr Aufenthaltsqualität auf der Wartburg ermöglicht wird.

Die Fördersumme des Bundes wird in gleicher Höhe durch den Freistaat Thüringen kofinanziert, so dass für alle Maßnahmen in Summe 9.850.000 € zur Verfügung stehen. Dadurch kann die Attraktivität eines der Thüringer  Besuchermagneten weiter erhöht werden. Mit nahezu 500.000 Besuchern pro Jahr ist die Wartburg eines der kulturhistorischen Aushängeschilder unseres Freistaates und strahlt positiv in die gesamte Wartburgregion aus.

Tina Rudolph, SPD:

Mit dieser Zuwendung des Bundes ist eine dringend notwendige Instandhaltung des UNESCO-Welterbes Wartburg möglich, die weitere Nutzungseinschränkungen verhindert und die Aufenthaltsqualität auf der Wartburg erhöhen wird. Daher war es mir ein besonderes Anliegen, dieses Projekt zu unterstützen. In enger Abstimmung mit Frau Burghauptmann Nentwig habe ich mich vor Ort von der besonderen Dringlichkeit der Maßnahmen überzeugen können. Ich bin froh, dass ich meine Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss davon überzeugen konnte, das Projekt zu priorisieren.