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Gedenktafel für Verlegerfamilie Kahle in der Sophienstrasse enthüllt

Seit vergangenem Samstag, 12. März, erinnert eine Gedenktafel in der Eisenacher Sophienstraße 55/57 an die Verlegerfamilie Kahle. Im Beisein von Urenkelin Rosemarie Sondermann wurde die Tafel am ehemaligen Verlagshaus eingeweiht. Dr. Reinhold Brunner, kommissarischer Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend, Stadtentwicklung und Kultur der Eisenacher Stadtverwaltung und Mitglied im Eisenacher Geschichtsverein, freute sich, dass mit der Tafel wieder ein Stück Geschichte im Stadtbild verankert werden konnte.

Die Nachkommen der Familie hatten sich an die Stadt gewandt, um einen Erinnerungsort zu schaffen. Sie stellten auch einen Teil des Geldes für die Herstellung der Tafel zu Verfügung. Der Eisenacher Geschichtsverein beteiligte sich ebenfalls an der Finanzierung.

Erste Eisenacher Tageszeitung erschien 1867

Firmengründer Heinrich Kahle (1832-1902) gab im Jahre 1867 die erste Tageszeitung in der Wartburgstadt heraus. Sie firmierte damals unter dem Titel „Eisenacher Tageblatt“ und wurde später in „Eisenacher Zeitung“ umbenannt. Nach dem Tod des Vaters übernahmen die Söhne Paul (1861-1922) und Karl (1864-1939) die Geschäfte. Im Verlag erschienen auch Bücher, Landkarten und die Eisenacher Adressbücher, die Historiker*innen heute als maßgebliche Quelle regionalgeschichtlicher Forschungen dienen. Sie stehen in der Jenaer Universitätsbibliothek in digitaler Form zur Verfügung.

Heute ist das Gebäude Eigentum von Michael Salzmann und Jörg Stoltmann. Im Vorderhaus befinden sich Wohnungen und zwei Wohngruppen der Diakonie. In der einstigen Druckerei im hinteren Teil des Grundstücks gibt es zwei Lofts und Büros unterschiedlicher Firmen.

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