Gottesdienst beim Sommergewinn

zum Start der Schausteller-Saison

Abendmahl im Autoscooter zum Erfurter Altstadtfrühling 

Ein Gottesdienst zum Volksfest „Sommergewinn“ und damit zur Eröffnung der Schaustellersaison in Mitteldeutschland mit Klaus Zebe, Landespfarrer für Circus- und Schaustellerseelsorge der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), findet am kommenden Sonntag (10. März, 10 Uhr) in Eisenach in der Annenkirche statt.

Am 28. März wird mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Domplatz in Erfurt der „Altstadtfrühling“ eröffnet (18 Uhr). In Sachsen-Anhalt sind Schausteller-Gottesdienste mit Klaus Zebe unter anderem am 7. April in Halle/Saale, am 21. April zur Frühjahrsmesse in Magdeburg und am 12. Mai beim Stadt- und Spargelfest in Osterburg geplant.

Den Gottesdienst zum „Sommergewinn“ gestaltet Schausteller-Seelsorger Klaus Zebe mit Pfarrerin Cornelia Biesecke. In Erfurt lädt er Schaustellerfamilien sowie alle Interessierten auf den Autoscooter der Familie Krebs ein. In diesem Jahr gibt es eine neue Idee: „Abendmahl im Autoscooter“. Passend zum Gründonnerstag geht es thematisch um die letzte Mahlfeier, die Jesus mit seinen Jüngern hatte. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Gospelchor „Heavens Garden“. Im Anschluss gibt der Chor noch ein kleines Konzert.

Nach der Winterpause freuen sich die Schausteller auf die neue Saison, sagt Seelsorger Klaus Zebe. Viele haben die Winterpause genutzt, um sich zu erholen sowie um ihre Geschäfte auf Vordermann zu bringen. Mit Gottes Segen in die Saison zu starten ist vielen Schausteller-Familien sehr wichtig.

Der Arbeitsschwerpunkt des Landespfarrers für Zirkus- und Schaustellerseelsorge liegt in der geistlichen Betreuung von Zirkusleuten, Schaustellern sowie Marktkaufleuten. Er besucht sie bei Gastspielen, Volksfesten und in ihren Winterquartieren auf dem Gebiet der EKM. Zu den Aufgaben gehören Einzel- und Familienseelsorge, die Kinder-, Konfirmanden- und Jugendarbeit sowie das Durchführen von Gottesdiensten, Taufen und Hochzeiten. Dafür nutzt er auch ungewöhnliche Orte wie ein Zirkuszelt oder den Autoscooter.

Hintergrund: Seit mehr als 60 Jahren betreut die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Zirkusleute und Schausteller. Zur Gemeinde gehören bundesweit etwa 23.000 Mitglieder, die von Ort zu Ort reisen: Zirkus-Mitarbeiter, Schausteller mit ihren Fahr- und Spielgeschäften, Puppenspieler mit ihren reisenden Bühnen und Marktkaufleute. In Deutschland gibt es neben Torsten Heinrich, Leiter der Evangelischen Circus- und Schaustellerseelsorge, nur in der EKM und in der Landeskirche Hessen-Nassau einen hauptamtlichen Seelsorger. Alle anderen zwölf Seelsorger arbeiten im Ehrenamt.