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Künstlergespräch mit Jürgen Sieker und Elke Albrecht in der Predigerkirche

Predigerkirche

Bildquelle: © Stadt Eisenach

Das Thüringer Museum Eisenach lädt am Samstag, 27. November, um 18 Uhr  zu einem Künstlergespräch mit der Malerin Elke Albrecht und dem Fotografen Jürgen Sieker in die Predigerkirche ein. Gemeinsam führen beide Künstler*innen durch ihre Ausstellung „Licht. Raum. Miteinander“ und beantworten Fragen der Gäste.

Noch bis zum 5. Dezember 2021 ist in der Predigerkirche die Sonderausstellung „Licht. Raum. Miteinander“ der international renommierten Künstler Elke Albrecht und Jürgen Sieker zu sehen. In ihrer gemeinsamen Ausstellung werden Fotografien des Eisenacher Fotografen Jürgen Sieker den Arbeiten der Eisenacher Malerin Elke Albrecht gegenübergestellt. Die Ausstellung findet im Rahmen des 800. Hochzeitsjubiläums der Elisabeth von Thüringen statt.

Jürgen Sieker nimmt dies zum Anlass, eine Serie von Paaren zu präsentieren. Die Bilder sind alle in Paris entstanden, wo der Fotograf einen Teil des Jahres verbringt. Jürgen Sieker betrachtet Paris als einen Ort, in dem sich die ganze Welt widerspiegelt und entsprechend wird in seiner Serie der  Wunsch des Menschen, jemanden an seiner Seite zu haben, als universell aufgefasst. Wir begegnen in der Ausstellung Paaren in unterschiedlichsten Konstellationen und aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt.

Jürgen Sieker hat Paare, die ihm beim Flanieren durch die Straßen von Paris begegnet sind, spontan angesprochen, ob sie direkt, also an dem Ort der Begegnung, für ihn posieren würden. Die Schnelligkeit seines Mediums macht ihm dies möglich. Trotz aller Spontanität charakterisieren die Bilder eine klare Bildkomposition und eine sublime farbliche Gestaltung. Obwohl Sieker seit 15 Jahren ausschließlich in Farbe fotografiert, erhält er sich das Schwarz-Weiß-Bild als Ausdrucksmöglichkeit und entsprechend präsentiert er in der Ausstellung auch eine Serie von Schwarz-Weiß-Fotografien.

Wartburgradio zeichnet Künstlergespräch auf
Die abstrakten Bildwerke Elke Albrechts entschlüsseln sich naturgemäß schwieriger als konkrete inhaltsbezogene Fotografien. Bei der Auseinandersetzung mit ihren Bildern lässt sich auf den ersten Blick kein Bezug zum Thema „Paare“ erkennen. Nach Ihrem Modestudium an der Burg Giebichenstein Halle siedelt Elke Albrecht nach New York um, wo sie 15 Jahre lebt. Hier beschließt sie, sich der Malerei zuzuwenden, da diese ihr mehr künstlerische Freiheit gewährt. Von nun an ist sie stets auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten ihrer Bildsprache. Ist sie sich deren zu sicher, begibt sie sich auf die Suche nach etwas Neuem.

Trotz der Veränderungen, der Vielfältigkeit,  gibt es ein Charakteristikum, was allen Gemälden zu eigen ist: Zwei oder auch mehrere Form- und Farbsysteme oder auch Techniken treten in Beziehung zueinander, wobei Beziehung in diesem Fall vor allem bedeutet, dass ein Spannungsverhältnis zwischen ihnen aufgebaut wird: Ordnung versus Chaos, organische versus geometrischer Form, flächige Malerei versus subtiler Zeichnung. Die Spannung tritt mal sehr deutlich und manchmal fast zärtlich zu Tage –  wie im richtigen Leben. Die sehr helle Ausleuchtung des Ausstellungsraumes bringt die Farben der Bildwerke zum Leuchten. Das Blau in Elke Albrechts Werk „Growing 724“ scheint förmlich im Raum zu schweben.

Das Kunstgespräch wird vom Wartburg-Radio aufgezeichnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Zur Teilnahme an Führung und Kunstgespräch ist auf Grund begrenzter Platzkapazitäten eine telefonische Voranmeldung, jeweils mittwochs bis sonntags zwischen 14 und 17 Uhr erforderlich, Tel.: 03691/ 743293. Für den Besuch der Veranstaltung gilt die 2G-Regel. Zusätzliche Corona-Maßgaben zum Zeitpunkt der Veranstaltung sind zu beachten.

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