Kunst im Grünen – Eisenacher Künstler stellen sich vor
«Kunst im Grünen – Eisenacher Künstler stellen sich vor» ist eine neue Veranstaltungsreihe überschrieben, die das Thüringer Museum gemeinsam mit dem Kunstverein in diesem Jahr startet.
Beim ersten Mal – am Samstag, 26. Mai – wird in das Teezimmer im Gärtnerhaus des Kartausgartens eingeladen. Ab 15 Uhr stellt sich dort das Künstler-Ehepaar Sabine und Friedrich Rittweger aus dem Eisenacher Ortsteil Göringen vor. Etwa eineinhalb Stunden können die Besucher den Künstlern zuschauen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Alexandra Husemeyer. Der Eintritt kostet 2 Euro (1 Euro Eintritt Teezimmer und 1 Euro Kunstverein).
Geplant sind für das Jahr 2012 vorerst vier Veranstaltungen. Im Juni wird der Künstler Volker R. Hedwig zu Gast sein; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Sabine und Friedrich Rittweger arbeiten freischaffend als Maler und Grafiker. Ihre Arbeiten stellten sie bereits in verschiedenen Ausstellungen in Thüringen, Deutschland und auch im Ausland aus – zuletzt im Sommer 2011 im Neuen Museum in Weimar.
Weitere Werke der beiden Künstler wurden in mehrere Grafikmappen aufgenommen. Ihre Mappen zu Bach und Kant waren beispielsweise im Jahr 2010 im Thüringer Museum Eisenach ausgestellt.
Sabine Rittweger arbeitet in den Bereichen Malerei, Handzeichnung und Druckgrafik, vorwiegend Radierung. Seit ein paar Jahren zeichnen sich in einer Sammlung loser kleiner Zettel bestimmte Themen ab wie «Unterwegs sein», «Die reduzierte Sicht auf Hände und Füße», «Stadt als Raum für eine Interaktion der Menschen, die bewußt und unbewußt in Beziehung zueinander treten». Skizzen und festgehaltene Momente sind eine erste Konfrontation mit und unmittelbarer Zugriff auf das Geschaute und bewahren eine erfrischende Ursprünglichkeit.
Mit Hilfe des Fotoapparats, der ein ganz anderes Arbeitsmittel als der Stift ist, untersucht sie dieselbe Situation, um dann mit der neu gewonnenen Sicht wieder zu zeichnen. Die Reduktion auf wesentliche Bildelemente sind Ausdruck dieser Arbeitsweise.
Neben Malerei, Zeichnung und Holzschnitt beschäftigt sich Friedrich Rittweger mit Objekten und seit neuerer Zeit auch mit unkonventionellen Materialien wie Aluminiumdraht und Zeitungspapier, aus denen Skulpturen entsteht. Während sich Malerei, Zeichnung und Druckgrafik auf kleinformatige stenogrammartige Skizzen stützen, entstehen die Papierplastiken ohne konzeptionelle Vorarbeit ganz aus dem Umgang mit dem Material.