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Landestheater Eisenach zu Orff-Festspielen

Das Landestheater Eisenach freut sich darüber, dass das neu formierte Tanztheater-Ensemble um den ebenfalls neuen Chefchoreographen Tomasz Kajdanski im Sommer 2005 zu den nunmehr jährlichen http://www.andechs.de/veranstaltungen/orff_in_andechs/spielplan.asp(Festspielen ORFF IN ANDECHS) eingeladen wurde und dort in einer getanzten Neuproduktion von Carl Orffs „Carmina Burana“ auftreten wird. Am 24. Juni ist Premiere im Kloster Andechs.
Insgesamt sind sechs Vorstellungen im sogenannten Florian-Stadl des Klosters vorgesehen, der zwischen 1997 und 2000 in mehreren Bauabschnitten zum Festspielhaus für die Werke Carls Orffs umgebaut wurde. Ehemals Heustadl und Schweinestall für die klostereigene Landwirtschaft, ist es nun ein für sein einmalig rustikales Ambiente und eine hervorragende Akustik weltweit bekannter Konzertsaal mit über 700 Plätzen. Die getanzte Carmina Burana wird anschließend in die Spielzeit 2005/2006 übernommen und auch in Eisenach zu erleben sein.
Eisenachs Intendant, Dr. Michael W. Schlicht, sieht in der Festspiel-Einladung nach dem Erfolg des Faustballetts «Abraxas» von Werner Egk, das die erste Spielzeit unter neuer Führung in einem vielbeachteten Dreiklang miteröffnete, eine weitere Bestätigung für die neue Ästhetik im Tanztheater, die Dr. Schlicht mit der Berufung von Tomasz Kajdanski einleitete. Er freue sich darüber, so Schlicht, dass das Tanztheater dadurch überregionale Beachtung finden und als Kulturbotschafter die Aufmerksamkeit auf Eisenach und Thüringen lenken werde.
Bei der Carmina Burana handelt es sich um eine handschriftliche Sammlung lateinischer, altfranzösicher und mittelhochdeutscher Vagantenlieder und Verse, die im Kloster Benediktbeuren gefunden und nach diesem Fundort benannt wurden. Durch Zufall und Glück gerieten diese Handschriften in die Hände Carl Orffs und faszinierten ihn so, dass er noch am selben Tag den ersten Chorsatz ´O Fortuna´ skizzierte und auf der Grundlage dieser Texte drei ‚magische Bilder‘ kreierte, die sich einer Interpretation durch Tanz geradezu aufdrängen: Primo vere und Uf dem Anger verkörpern den aufbrechenden Frühling, eine Idylle von Natur und Liebesfreude; der 2. Teil In taberna zeigt den liebenden, scherzenden und spielenden Menschen und der 3. Teil Cour d’amour den Triumph von Amor und Eros, ein ritterliches Liebesfest. Als großes Symbol steht über dem ganzen Werk das Glücksrad der Fortuna. Das in den Liedern besungene menschliche Dasein wird von einem Fortuna-Chor umrahmt. Mit CARMINA BURANA fand Orff seine eigene musikalische Sprache: eine volle, sinnliche Musik mit starker Vereinfachung in Rhythmik und Harmonik.

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