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Ostdeutsche Kultband Bayon spielt beim Sängerkrieg-Festival

Die Band «Bayon», ausgezeichnet mit dem Deutschen Weltmusikpreis für «musikalische Meisterschaft», gastiert beim ersten Open-Air-Konzert des Eisenacher Sängerkrieg-Festivals. Das Konzert am 21. Juli beginnt um 20 Uhr in der Wandelhalle. Es spielen: Christoph Theusner (Gitarre, Flöte, Percussion), Sonny Thet (Violoncello), Justo Gabriel Perez (Flöte, Percussion), Denis Stilke (Drums, Percussion) und Reinmar Henschke (Keyboard, Baßgitarre).
Die klassisch grundierten, meditativ und stimmungsvariabel arrangierten Klanggebilde mit himmlisch ausufernden Längen sind unter Rubriken wie Rock, Folklore oder Jazz nicht zu katalogisieren. So macht auch der Gruppenname Sinn: Bayon – eine kambodschanische Götterfigur, die mit vier Köpfen in vier Himmelsrichtungen schaut.

Karten gibt es an der Abendkasse, für Schüler, Studenten, Rentner und Arbeitslose gelten ermäßigte Preise, für Kinder ist der Eintritt frei.

Das Konzert ist ein Beitrag zum Themenjahr der Reformationsdekade «Reformation & Musik» und wird vom Sängerkriegverein Eisenach organisiert.

Die Musiker könnte man als die ostdeutschen Erfinder der Weltmusik bezeichnen – sie waren multikulturell, lange bevor dieser Terminus zur Modephrase degenerierte. Um 1971 mit Personal aus drei Erdteilen gegründet, bilden Bandchef Christoph Theusner aus Weimar und Sonny Thet aus Kambodscha den Kern der Gruppe von Multiinstrumentalisten.

Theusner ließ sich in jungen Jahren vom Blues inspirieren, er intonierte Hendrix-Glissandi und zupfte harten, heftigen Rock. Aber die einfachen Strukturen der Roots-Akkorde hielt er für «zu einförmig». Das hieß, den tantiemeträchtigen Teufelspakt mit der Hitparade zu verweigern. Bedeutete aber auch, sich Anerkennung durch den Außenseiterstatus zu erspielen.

Schon früh entstanden Bühnenmusiken, Bayon untermalte Hörfunk-Features, Fernsehspiele und Filme. Immer gelang es dem Ensemble, einen ureigenen Kunstanspruch zu verwirklichen und sich für unterschiedlichste Einflüsse offen zu halten. Kritiker lobten die «kunstvolle Schlichtheit» und die «ästhetische Kultur, die starke assoziative Kraft».
Lob aus der Laudatio der Jury für den Deutschen Weltmusikpreis 2010: «Eine hohe Musikalität (musikalische Meisterschaft), die Kontinuität des künstlerischen Weges und die eigene Handschrift, die sich nicht in Originalität erschöpft, sondern auch Maßstäbe für andere setzt.»

Weitere Informationen im Internet: www.bayonmusic.de und www.saengerkrieg.de

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