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Premiere Farce „Der nackte Wahnsinn“

Am Sonnabend, dem 18.4. , 19.30 Uhr, zeigt das Schauspiel des Staatstheaters Meiningen Michael Frayns Komödie „Der Nackte Wahnsinn“ in einer Regie von Lars Wernecke im Theater Eisenach. Dieses Stück gehört zu den Dauerbrennern auf den europäischen Theaterbühnen. Seit seiner Uraufführung 1982 in London begeistert es das Publikum. Die Komödie über eine Theatertruppe, die versucht, ein Boulevardtheaterstück auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu hieven, ist vor allem eines: eine Liebeserklärung an das Theater.
Es ist kurz nach Mitternacht, die Generalprobe läuft. Die Nerven liegen blank: Der Text hakt, die Türen klemmen, die Requisiten sind nie da, wo man sie braucht. Der Regisseur Lloyd Dallas ist verzweifelt und seine Darsteller sind es nicht weniger, soll sich doch in wenigen Stunden der Vorhang für die Premiere von „Nackte Tatsachen“ heben. Sie wäre der Auftakt einer langen und hoffentlich erfolgreichen Tournee, die zwar nicht den künstlerischen Durchbruch, aber immerhin allen Beteiligten eine bescheidene Gage einbringen soll. Nicht zuletzt, weil Dotty Otley, einst gefeierte Darstellerin, nun leider nicht mehr ganz so erfolgreich, privates Geld in diese Produktion gesteckt hat. Private Altersvorsorge einmal ganz anders. Grund genug für die ganze Truppe, sich unerschrocken ins Geschehen zu stürzen, den Tücken der Technik zu trotzen und die wild improvisierenden Kollegen samt Allüren und Affären mit Nichtachtung zu strafen, solange es geht. Doch was machen, wenn es einfach gar nicht geht?

Der 1933 in Mill Hill bei London geborene Erfolgsautor Michael Frayn erzählt mit Witz, Intelligenz und einer großen Prise Selbstironie von den Nöten der Theatermacherinnen- und -machern. Als Schriftsteller ist er nicht nur auf Komödien abonniert. Aus seiner Feder stammen auch die Politthriller „Kopenhagen“, ein Stück über die beiden Physiker Nils Bohr und Werner Heisenberg und „Demokratie“, das sich mit dem Sturz Willy Brandts befasst.

„„Der Nackte Wahnsinn“ wird sehr gerne oberflächlich als boulevardeske Komödie abgetan. Man ist als Regisseur durch die Konstruktion des Stücks, d.h. durch die vielen, detailreichen und ausgeklügelten Regieanweisungen in seiner konzeptionellen Ausrichtung schon sehr stark im Vorfeld festgelegt. Darin sehe ich die Herausforderung: Nämlich einerseits die nahezu fatalistischen Vorgaben anzunehmen, andererseits den Text aber nicht nur zu bedienen. Die erste Ebene, das Stück im Stück, das Lloyd Dallas inszeniert, habe ich in die 80er Jahre „Denver Clan‐Touch“ versetzt. Die zweite Ebene ist den Schauspielern gewidmet, mit ihren Nöten, vor, auf und hinter der Bühne, ihrem Scheitern, was einer Liebeserklärung an das Theater im Allgemeinen nahekommt.“ (Lars Wernecke)

Weitere Vorstellungen: 24. April , 02.,17. u. 22. Mai
Karten:
Theaterkasse 03691/256219
Touristinfo 03691/792323
www.theater-eisenach.de

Steffen E. | | Quelle:

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