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Projekt „Tora ist Leben“ geht weiter – Mittwoch, 26. Mai 2021, 19:00 Uhr Online-Vortrag mit Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens

Antisemitismus in der Mitte unserer Gesellschaft, Angriffe auf Jüdinnen und Juden, auf Synagogen – das ist trauriger Alltag in Deutschland. Was tun wir dagegen?
Ein Weg ist es, immer und immer wieder über jüdische Kultur und Spiritualität zu informieren und miteinander im Gespräch zu bleiben. Morgen Abend bietet sich dafür wieder eine großartige Gelegenheit. Der bekannte Rabbiner Jehoshua Ahrens wird uns in einem zoom-Gespräch Wissen über die Halacha vermitteln. Was ist die Halacha? Brauchen wir Regeln in der Gesellschaft? Wenn ja, welche? Engen uns Regeln ein oder geben sie Freiheit? Antworten gibt es morgen Abend!
Anmeldung unter a.husemeyer@gmx.de.

Festvortrag:
„Die Diskursivität jüdischer Theologie“
Der Vortrag wird grundlegend auf Entwicklungen und Kontext des jüdischen Religionsrechts eingehen und anhand von Beispielen aufzeigen, wie die Halacha immer wieder neu interpretiert und der Zeit und den Gegebenheiten angepasst wurde und wird.

In seinem Vortrag soll es darum gehen zu zeigen, wieso die Halacha, also das jüdische Religionsgesetz, ganz ohne Dogmen und systematische Theologie auskommt und doch (oder gerade deshalb?) im Alltag gelebt werden kann.
Dazu möchte er das jüdische Schriftverständnis, vor allem die mündliche Tradition, die neben der schriftlichen Tradition ganz entscheidend ist, um die Glaubensinhalte mit der Realität der Menschen zu verbinden, erläutern.
Dr. Ahrens wird anhand praktischer Beispiele zeigen, wie sich heutige, ganz aktuelle Fragen, mit den alten Konzepten der Tora kompatibel zeigen und Antworten für die Zukunft geben und in einem lebendingen Austausch miteinander stehen. Dadurch sind die biblischen Texte nicht abgeschlossen oder anachronistisch, sondern sprechen auch heute noch die Sprache der Menschen und unserer Zeit.

Jehoshua Ahrens (*1978 in Erlenbach am Main) ist ein deutscher orthodoxer Rabbiner.
Seit 2016 arbeitet er als Rabbiner in Nürnberg, danach in Darmstadt. Rabbiner Ahrens habilitiert zur Zeit an der Universität Luzern mit einem Forschungsprojekt zur Frage einer jüdischen Theologie des Christentums, also traditionellen jüdischen Quellen zu Christentum und Dialog.

Er ist Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland und seit 2016 ehrenamtlicher Direktor für Zentraleuropa des Center for Jewish–Christian Understanding and Cooperation. An seinen verschiedenen Wirkungsstätten ist Rabbiner Ahrens im jüdisch-christlichen und im jüdisch-christlich-muslimischen Gespräch engagiert.
2015 gehörte er zu den Mitinitiatoren und Autoren der Orthodoxen rabbinischen Erklärung zum Christentum.

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