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Schulnetzplan beschlossen – 1. Grundschule wird geschlossen

Die 1. Grundschule am Wartenberg wird zum Schuljahr 2001/2002 geschlossen. Ohne die Stimmen der SPD und PDS, sie verließen den Saal, beschloss der Stadtrat in namentlicher Abstimmung den Schulnetzplan. Heiß waren die Diskussionen zu diesem Plan der Wartburgstadt.
Festgeschrieben wurde die Entwicklung der Bildungseinrichtungen der Stadt. Streitpunkt war dabei, ob die Berufsakademie mehr Raumbedarf hat. Eltern und Lehrer der 1. Grundschule demonstrieren vor dem Bürgerhaus nochmals. Dr. Eva-Maria Brand, Bürger für Eisenach, unterstützte die Aktion und verlass einen Beitrag der Elternvertreter. Die Schließung mache sich erforderlich, so Dezernentin Ute Lieske, da die Schülerzahlen rückläufig sei und sich die Zahl der Studenten der BA weiter erhöhen werde. Das Schulgebäude wird durch die BA dazu angemietet. Von der SPD wurde erneut der Standort der Akademie kritisiert, sie forderte diese wichtige Bildungseinrichtung im Zentrum der Stadt zu integrieren, denkbar sei das Gelände der Polizei. Aber auch der Platz bedarf der Medizinischen Fachschule sei nicht ausreichend.
Beschlossen wurde neben der Schließung der 1. Grundschule, auch die Aufgabe des Gebäudes Schmelzerstraße 19 als Hortgebäude der 3. Grundschule zum Ende des Schuljahres 2001/2002 und Integrierung des Hortes in das Schulgebäude am Markt. Diagnose-Förderklassen wird es ab 2003 nur noch an der 4. Grundschule geben.
Das Haus 2 in der Katharinenstraße 149, der 5. Regelschule, soll am Ende des Schuljahres 2005/2006 ebenso wie das Haus 2 in der Thälmannstraße, des Elisabeth-Gymnasiums, aufgeben werden. Ein Jahr früher geschieht dies bereits mit dem Haus 3 am Theaterplatz 3, des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Änderungen gibt es in den Einzugbereichen der Schulen und im Förderzentrum des Schulteils Stregda.
Im Bereich der Berufsschulen werden die ausgelagerten Klassen der Medizinischen Fachschule «Dr. Siegfried Wolff» an der 4. Grundschule ab dem Schuljahr 2002/2003 in den Standort Schmelzerstraße integriert. Auf Grund des hohen Sanierungsbedarfes des Wohnheimes Palmental 18, muss der Standort in Verlauf der kommenden fünf Jahre aufgeben werden. Gesucht wird nach einer alternativen, effektiven Betreiberform.
Hauptsächliche Gründe für die Aufgabe von Schulgebäuden sind die sinkenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren.
Der Schulnetzplan wurde für fünf Jahre aufgestellt und kann, so Ute Lieske ständig fortgeschrieben werden. An Eisenach, als Standort der Berufsakademie, werde man nicht rütteln, sondern beste Bedingungen für diese höhere Bildungseinrichtung schaffen.

Rainer Beichler |

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