Shpilman, Glière & Schostakowitsch – „Der ewige Ruf“

Erstes Sinfoniekonzert in der Spielzeit 2025/26 

Gespielt von der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach erklingen am Freitag, den 19. September 2025, um 19.30 Uhr drei Werke im Landestheater Eisenach, die in ihrer musikalischen Poetik eine eindrucks volle dramaturgische Brücke schlagen. Um 19.00 Uhr kann sich auf den außergewöhnlichen Konzert abend im 1. Rang Foyer über einer Einführung eingestimmt werden. 

Unter dem Titel „Der ewige Ruf“ steht das erste Sinfoniekonzert in dieser Spielzeit, in dem sich die Thü ringen Philharmonie der elementaren Kraft des Horns in seiner uralten Gestalt als Schofar widmet. Den  Auftakt bildet Amir Shpilmans Fantasie für Schofar und Orchester „Kriat Shema“. Hier verwandelt sich  das Widderhorn in ein spirituelles Instrument, das mit seinem archaischen Klang Vergangenheit und Ge genwart verbindet – ein wortloses Gebet, das nach dem Absoluten sucht. Anschließend präsentiert  Reinhold Glières „Konzert für Horn und Orchester B-Dur, op. 91“ ein Werk voller Wärme, lyrischer Weite  und Virtuosität, das den israelischen Solisten Bar Zemach gleichermaßen fordert wie glänzen lässt. 

© Ricki Sofer

Einen gewaltigen Kontrapunkt setzt Dmitri Schostakowitschs „Sinfonie Nr. 6 h-Moll, op. 54“. Sie beginnt  in tiefer Nachdenklichkeit – ein musikalisches Ringen um Wahrheit inmitten politischer Bedrängnis. Doch bald brechen Ironie, Spott und groteske Tänze hervor und spiegeln die Zerrissenheit des 20. Jahrhun derts. Das Tragische und das Absurde stehen hier nebeneinander, verbunden durch den unvergängli chen Ruf der Musik.  

Am Pult steht Markus Huber, der die musikalischen Fäden aus Ritual, Romantik und Zeitgeschichte zu sammenführt. Gemeinsam mit Bar Zemach, der am Schofar sowie am Horn zu erleben ist, entsteht ein  Programm, das die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine intensive Klangreise mitnimmt. Das Konzert ist  Teil der Achava Festspiele Thüringen, die für Dialog, Begegnung und künstlerische Vielfalt stehen und in  

deren Rahmen Musik zu einer Sprache des Verstehens und der Verständigung wird.