Sonderausstellung im Stadtschloss eröffnet

Unter dem Titel „32|1938|0 Die Synagogen in Thüringen“ eröffnete im Mittwoch, 4. Oktober 2023, eine Sonderausstellung im Eisenacher Stadtschloss. Die Wanderausstellung zeigt 32 großformatige Foto- und Texttafeln des Arnstädter Fotografens Jan Kobel und wurde von Judith Rüber kuriert.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Eisenachs Bürgermeister Christoph Ihling und ACHAVA Intendant Martin Kranz. Für die musikalische Umrahmung sorgten Tanya Ebenau und Georg Erdmann.

32 – dies ist die Anzahl der in Thüringen 1933 noch aktiven Synagogen und Beträume. ­
Fotografien des Jetzt-Zustandes der Grundstücke zeigen diesen Teil der Thüringer ­Geschichte.
Texte erläutern den Umgang mit den Immobilien: durch die Nationalsozialisten, die DDR, in der Nachwendezeit und bis heute.

© Stadtverwaltung Eisenach / Diana Schiffer
Die Ausstellung „Synagogen in Thüringen“ im Eisenacher Stadtschloss

Die Geschichte der Schändung und Zerstörung der über 30 Synagogen und Beträume in Thüringen ab 1933 zeigt, dass kein Fall wie der andere beschaffen ist.
Von der Überbauung der Gelände mit Profanbauten in der DDR, ohne jeden Hinweis auf die Geschichte dieser Liegenschaft, bis zum wundersamen Überleben und aktuell gedenkenden Pflege der Architektur, scheint jeder Fall vertreten.

Bis zum 29. Oktober 2023 ist die Wanderausstellung, mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Außerdem bietet die Kuratorin, Judith Rüber, Führungen für Schulklassen am 18. Oktober eine Führung an. Eine Anmeldung ist hierfür per E-Mail an a.husemeyer@gmx.de erforderlich.
Außerdem wird eine Führung der Kuratorin für die Öffentlichkeit am 22. Oktober um 15 Uhr angeboten. Tickets erhalten Sie bei der Eisenacher Tourist-Info oder unter www.achava-festspiele.de.

Die Ausstellung ist ein Projekt der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Eisenach und dem ­Eisenacher Kunstverein.

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