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„Tiefer beugen sich die Sterne“

Bildquelle: © Stadt Eisenach

Lyrik und Prosa von Elke Lasker-Schüler, gelesen von Nina Hoger, begleitet von Klezmer-Klarinettist Reinald Noisten

Zur Eröffnung der Thüringer ACHAVA Festspiele und der Interkulturellen Woche in Eisenach konnte die Stadt Eisenach die renommierte Schauspielerin Nina Hoger mit dem Klezmer-Klarinettisten Reinald Noisten gestern (6. September) in den Marstall des Stadtschloss einladen.

Auf dem Programm standen die Lebensgeschichte und die Werke der 1945 in Jerusalem gestorbenen Else Lasker-Schüler. Anhand ihrer kompromisslosen und tiefschürfenden Lyrik konnte Nina Hoger dank ihrer großartigen einfühlenden Schauspielkunst eindrücklich ein Bild von Person, Kunst und Zeitgeschichte der Lasker-Schüler vermitteln.

Alle 45 erlaubten Plätze waren besetzt. Kulturamtsleiter Dr. Achim Heidenreich machte in seiner Begrüßung noch einmal auf das nach wie vor nicht einfache Verhältnis des jüdischen Volks zu Deutschland aufmerksam und zitierte Superintendent Fuchs, der es im letzten Jahr im ACHAVA Gottesdienst in Eisenach als Gnade bezeichnet hatte, „dass uns Deutschen durch das jüdische Volk die Hand entgegenstreckt würde“.

Martin Kranz, Leiter der ACHAVA Festspiele, freute sich über den Beginn der Veranstaltungen und machte auf die Notwendigkeit des gemeinsamen Miteinanders in der Gegenwart aufmerksam.

Klarinettist Reinald Noisten konnte in seinen teils improvisierten und teils auf yiddische Themen aufbauenden atmosphärischen Klängen die Poesie der Dichterin in die klanglichen Sphären überführen und nicht zuletzt auch dadurch die allgemeine Konzentration im Marstall unterstreichen.

Viel Applaus nach einem bewegenden literarisch-musikalischen Abend.

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