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TV-Tipp: „Geschichte Mitteldeutschlands“: Wiederholung aller Folgen im MDR FERNSEHEN

Ab 7. Januar immer sonntags um 9.30 Uhr im MDR FERNSEHEN

Mit großem Erfolg zeigte das MDR FERNSEHEN im vergangenen Herbst die zweite Staffel der Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“. „Die Weimarer Republik“, „Strafe, Recht und Justiz“, „Heimat ade – Aufbruch in die Fremde“ und andere Filme waren im Oktober und November 2000 ebenso erfolgreiche Dokumentationen wie „Höllenangst und Gottvertrauen“, „Fürstenzug und Montagsdemo“ oder „Lebenslust und Totentanz“ ein Jahr zuvor im Herbst 1999. Auf vielfachen Wunsch der Zuschauer wiederholt das MDR FERNSEHEN ab 7. Januar immer sonntags um 9.30 Uhr alle bisherigen zwoelf Folgen der „Geschichte Mitteldeutschlands“.

Neu in der zweiten Staffel der Reihe waren die Moderationen des Schauspielers Gunter Schoss, der mit unverwechselbarem Charisma informativ und unterhaltsam zugleich durch die Geschichte der mitteldeutschen Region führte. Diese Art der Präsentation fand den ungeteilten Zuspruch der Zuschauer, so dass jetzt auch die Filme der ersten Staffel für die Wiederholung neu gestaltet wurden und Gunter Schoss somit alle bisher vorliegenden Kapitel der „Geschichte Mitteldeutschlands“ moderiert.

Ebenso wie die erste Staffel der „Geschichte Mitteldeutschlands“ erzielten auch die sechs Filme des Jahres 2000 eine gleichbleibend hohe, teilweise sogar gewachsene Zuschauerresonanz. So wurde allein der Start der vergangenen Herbststaffel von bundesweit mehr als einer dreiviertel Million Zuschauern verfolgt. Hinzu kamen im Oktober und November Hunderttausende, die die Begleitsendungen im MDR-Hörfunk verfolgten oder sich im MDR-Online-Archiv unter Http://www.mdr.de/geschichte über die Themen des Multimediaprojektes detailliert informierten. Darüber hinaus gibt es seit der Staffel 2000 die „Geschichte Mitteldeutschlands“ auch als Buch und – rechtzeitig zur Wiederholung der Filme als CD-ROM. Beide können bei der MDR-Zuschauerredaktion unter der Telefonnummer (01803) 42 43 44 bestellt werden. Für den Herbst 2001 bereitet das MDR FERNSEHEN bereits die dritte Staffel vor – wieder in enger Zusammenarbeit mit den MDR LANDESFUNKHÄUSERN und MDR online.

Auftakt der Wiederholungen ist „Trabi, Tante Ju und Schwalbe“, ein Film von Thorsten Jess am Sonntag, 7. Januar, um 9.30 Uhr im MDR FERNSEHEN. „Ach, geht mir mit der Eisenbahn! Was soll die große Eile? Wer fährt, will sich des Fahrens freuen und ordentlich durchrumpelt sein, zwei Stunden auf die Meile“, klagte eine Leipzigerin anno 1840. Ein Jahr zuvor, am 7. April 1839, war zwischen Leipzig und Dresden die erste Ferneisenbahnstrecke Deutschlands eröffnet worden. Jahrhunderte lang hatte das Leben im gleichen Takt pulsiert, bezeichneten Schrittlängen die Entfernungen. Karren, Wagen und Kutschen bestimmten die Art zu reisen, Kriege zu führen, zu arbeiten. Entscheidende Zäsur, die das Lebenstempo grundsätzlich beschleunigte, war die industrielle Revolution. Die Erfindung und der Bau gänzlich neuartiger Transportmittel und Verkehrswege – und dies ganz wesentlich in Mitteldeutschland – führten zu einem ungeahnten Mobilitätsschub: Die von Johann Andreas Schubert 1839 in Übigau bei Dresden gebaute „Saxonia“ war die erste deutsche Lokomotive. 1872 wurden in Leipzig die ersten deutschen Pferdebahnen eingesetzt, und 1891 führte Halle die erste elektrische Straßenbahn mit Oberleitung ein – einmalig in Europa. In Zwickau und Eisenach wurden Pionierleistungen im Automobilbau erbracht, und 1915 baute Hugo Junkers in Dessau das erste Ganzmetallflugzeug. Der Film von Thorsten Jess zeigt, wie mit der Erfindung der neuen Verkehrsmittel die Mobilität in Mitteldeutschland seit dem vorigen Jahrhundert ständig gewachsen und zu einem Grundbedürfnis der modernen Gesellschaft geworden ist.

Rainer Beichler |

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