Viele Menschen interessieren sich für das Kulturhaus Neukirchen

Die Interessengemeinschaft (IG) Kulturhaus Neukirchen hat in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Stadt Eisenach am vergangenen Sonnabend erste Ideen für eine mögliche Weiternutzung des Kulturhauses in Neukirchen vorgestellt. Die Veranstaltung stieß auf hohes Interesse. Mehr als 120 Bürgerinnen und Bürger des Eisenacher Ortsteils kamen und konnten erstmals nach gut vier Jahren Pause wieder in ihrem 1976 erbauten Saal sitzen.

© Stadtverwaltung Eisenach/Katja Schmidberger
Christian Stein, Samuel Schürmann, Patricia Haupt, Dr. Michael Brodführer und Bürgermeister Christoph Ihling (von links).

Eisenachs Bürgermeister Christoph Ihling lobte ebenso wie der Hauptamtliche Beigeordnete Ingo Wachtmeister die Bereitschaft und den Mut der neu gegründeten Interessengemeinschaft – eine Initiative von mehreren Bürgern aus dem Ort, die überlegt, eine Genossenschaft zu gründen, um auf diese Weise das Kulturhaus betreiben zu können. 

Wir waren erfreut, dass wir auf so aufgeschlossene Menschen getroffen sind, die etwas für ihren Ort bewegen wollen, so Ihling und Wachtmeister.  

Das Kulturhaus gehört seit kurzem wieder der Stadt Eisenach, nachdem es der vorherige Pächter abgegeben hat. Es war seit Corona nicht mehr geöffnet gewesen.

Die Stadt ist aktuell komplett für die Unterhaltung und Instandsetzung des Gebäudes verantwortlich. Daher freue man sich ausdrücklich, dass sich Bürger selbst auf den Weg machen und aktiv für ihr Gemeinwesen einsetzen, betonten Bürgermeister und Hauptamtlicher Beigeordneter.

Der große Veranstaltungssaal hat für Samuel Schürmann, Torsten Beck, Dennis Gernandt und Christian Stein von der IG viel Potenzial; auch für Eisenach, andere Ortsteile und Dörfer in der Nähe wäre der Saal als Veranstaltungsort interessant. Für die Neukirchener ist er ein großer Erinnerungsort. Sie haben das Kulturhaus zu DDR-Zeiten selbst aufgebaut.

© Stadtverwaltung Eisenach/Katja Schmidberger
Dennis Gernandt, Christian Stein, Samuel Schürmann, Patricia Haupt, Dr. Michael Brodführer, Christoph Ihling, Torsten Beck (von links).
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Zu den Gästen zählte auch der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs. In seinem Grußwort würdigte er das Engagement der Beteiligten und erklärte, er werde das Projekt gern mit unterstützen. Zugleich zeigte er sich begeistert, dass die Genossenschaft „Grüner Baum“ aus Steinbach die Initiative aus Neukirchen unterstützt.

Wenn mit der Aktion die Region zusammenwächst, gefällt mir das ganz besonders.

Zu dem Informationsnachmittag war auch eine Delegation aus Steinbach gekommen. Neben Bad Liebensteins Bürgermeister Dr. Michael Brodführer stellten Mitglieder der Genossenschaft „Grüner Baum“, darunter die Vorsitzende Patricia Haupt vor, wie sie mit der Gründung der Genossenschaft „Grüner Baum“ die Dorfmitte des Messerdorfs neu beleben konnten.

Das Entscheidende ist, dass das Dorf hinter der Interessensgemeinschaft steht. Es braucht Mutmacher, aber auch Mitmacher, betonte der Bürgermeister.

Das stärke auch die Gemeinschaft im Ort, sagte Dr. Brodführer. Die IG Kulturhaus Neukirchen und die Genossenschaft aus Steinbach stehen weiterhin in regem Austausch.

Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war groß. Die auf den Tischen ausgelegten Rückmeldezettel wurden von den Anwesenden rege genutzt. Viele Bürger möchten der IG unter die Arme greifen, die Genossenschaft unterstützen oder bei Arbeitseinsätzen helfen. Der Rücklauf war beeindruckend, freute sich IG-Vertreter Samuel Schürmann. Bereits bei der Vorbereitung für die Veranstaltung am Sonnabend hatten viele angepackt, die Kirmesgesellschaft übernahm die Bewirtung.

Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz. Wir haben dadurch an Kraft gewonnen, um weiterzuziehen, zog Schürmann eine erste Bilanz.

Der Abend klang mit Blasmusik der Stregdaer Musikanten gemütlich aus. 

© Stadtverwaltung Eisenach/Katja Schmidberger
Ingo Wachtmeister und Dr. Michael Brodführer (von links) werden von Ortsteilbürgermeister Eckhard Pecher durch das Kulturhaus geführt. Die Gemeinde Steinbach gehört zu Bad Liebenstein. Die Genossenschaft „Grüner Baum“ hilft den Neukirchnern bei der Umsetzung eines ähnlichen Betreibermodells.
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