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Voller Buntheit und Vielfalt

Viel Jubel und Beifall gab es für das Neujahrskonzert der Freien Waldorfschule Eisenach/Wartburgkreis. Wie in jedem Jahr waren Lehrer, Eltern, Schüler und Freunde der Schule aufgetreten.
Ein abwechslungsreiches Programm entsprechend der «Buntheit und Vielfalt unserer Schule» hatte Moderator Thomas Riehl am Anfang versprochen und damit recht behalten. So begann das Konzert mit heiter-beschwingter Klassik von Mascha Lang und Reiko Wöllert. Vater und Tochter traten als Violin-Kontrabass-Duo auf. Der Kontrabassist faszinierte danach in Begleitung von Dagmar Linß am Flügel mit einer anrührenden Komposition von Ida Carroll.
Eine Nummer kleiner war im Anschluss nur das Instrument: Der Cellist Fridolin Hanel begeisterte mit einer wahrhaft elegischen «Elegie» von Gabriel Urbain Fauré – selten erreicht ein Schüler solch eine Gefühlstiefe und Ausdrucksstärke im Spiel.
Für den außergewöhnlichsten Beitrag des Abends sorgte die Tubistin Dorothee Krause. Allein schon der Anblick der Frau mit dem großen Instrument war eindrucksvoll, ihr Spiel faszinierte vollends. Unglaublich, welch Klangreichtum und Poesie sie der Tuba entlocken konnte, die bei uns laut Thomas Riehl «eigentlich nur für Dicke-Backen-Musik bekannt ist». Voll tänzerischer Leichtigkeit erklang ein Stück des Barock-Komponisten Arcangelo Corelli, das eigentlich für Violine gedacht war, aber auch für die Tuba perfekt passte.
Monika Ripamonti-Taylor begleitete professionell und einfühlsam. Beim anschließenden modernen Stück ließ es Dorothee Krause richtig grooven.
Da wir «Humor alle nötig haben», so Thomas Riehl, gehörten diesmal Lieder von Christian Morgenstern zu seinem Beitrag. Mit klangvoller Stimme und heiterem Charme erzählte er davon, warum ein Mann ungeschneuzt bleiben musste – auch ihm und seiner Begleiterin Monika Ripamonti-Taylor war viel Beifall sicher.
Und da das Programm «mit exzellenten Pianisten gesegnet ist», so Riehl, kündigte er zum Abschluss den Eisenacher Stefan Kling an. Der Musiker bekam Jubel und Bravo-Rufe für seine Interpretationen von Stücken von Leonard Bernstein, Chick Corea und den Beatles sowie für seine eigenen Kompositionen. Fingerfertigkeit und Beseeltheit begeisterten die Zuhörer gleichermaßen, eine Zugabe war Pflicht.
«Wir wollen die Freude an der Musik mit ihnen teilen», hatte Thomas Riehl am Anfang des Konzertes gesagt – auch damit sollte er recht behalten.

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