Von kleinen Menschen und großen Hunden
Die Vorstellungen dieser Woche im Landestheater Eisenach
Die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur – „Romeo und Julia“ – kann in vertanzter Form wieder am Donnerstag, den 11. Dezember 2025 um 19.30 Uhr im Großen Haus erlebt werden. Am Freitag, den 12. Dezember taucht das Publikum um 19.30 Uhr ebenfalls im Großen Haus mit „Kleiner Mann, was nun?“ in Hans Falladas Welt der unteren Mittelschicht Ende der Weimarer Republik ein. Im KUNSTPavillon in Eisenach findet am Freitag, den 12. Dezember um 19.30 Uhr die letzte Vorstellung der Generationenclub-Produktion „Top Dogs“ statt. Am Samstag, den 13. Dezember verwandelt sich um 19.30 Uhr mit dem Ballett „Paris, Paris“ das Große Haus in das berühmt-berüchtigtste Etablissement der französischen Hauptstadt.
In seiner berührenden Auftaktproduktion als neuer Ballettdirektor des Landestheaters Eisenach fokussiert sich Jorge Pérez Martínez in „Romeo und Julia“ auf die Perspektiven einer jungen Generation, die an den Konflikten ihrer Vorfahren zerbricht. Zwischen quasi-sinfonisch und jugendlich-lebhaft erzählt die Musik von Sergej Prokofjew vom zarten Erwachen und schmerzlichen Vergehen einer starken Liebe.
Dramatisiert und inszeniert von Jan Jochymski spielt das Schiller-Theater Rudolstadt seine (musikalische) Umsetzung des Weltwirtschaftskrise-Romans „Kleiner Mann, was nun?“ von Hanns Fallada. Humorvoll und zugleich bedrückend schildert Jochymski die Geschichte von Johannes Pinneberg und seine Freundin Emma, die er liebevoll Lämmchen nennt. Als diese ungeplant schwanger wird, ist der soziale Abstieg des Paares vorprogrammiert. Doch Emmas Zuversicht und Entschlossenheit richtet die Familie immer wieder auf.
„Top Dogs“ ist das erfolgreichste Theaterstück von Urs Widmer. In seiner Sozialsatire fokussiert sich der Schweizer Schriftsteller auf vier ehemalige Spitzenverdiener, die nach ihrer Entlassung aus dem Topmanagement den Bezug zu ihrer Berufswelt und zu sich selbst verloren haben. Belastet durch soziale und psychische Verletzungen sollen diese früheren „Top Dogs“ in einem Assessment-Center unter Überwachung und Anleitung eines Coaches wieder fit für den brutalen Arbeitsmarkt gemacht werden. „Paris, Paris“ ist eine Hommage an das wilde Treiben im legendärsten Nachtclub der Welt. Mit dem neuen Ballettensemble erkundet das Publikum mit dem Schriftsteller Chris und der hübschen Varieté-Tänzerin Satine das nächtliche Paris, die Kunst der Verführung – und die Liebe.
