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„Zigeuner-Boxer“ von Rike Reiniger

Mobiles Theaterstück des Landestheaters Eisenach

Das Solo-Theaterstück „Zigeuner-Boxer“ spielt in der Gegenwart und führt uns zurück in die Geschichte des „Dritten Reiches“. Anhand zweier Lebensgeschichten wird erzählt, wie die rassistische Ideologie der Nazis zunehmend den Alltag beherrschte, Menschen ausgrenzte, Lebenspläne zerstörte und Morde rechtfertigte. Auf erschreckende Weise wird deutlich, wie schnell sich ein Terrorsystem ausbreitet, wenn sich zu wenige Aufrichtige auf die Seite der Ausgegrenzten und Gefährdeten stellen. Das Stück zeigt eindringlich, wie viele Menschen bereit sind, sich an der Unterdrückung und Vernichtung anderer zu beteiligen, sei es um der eigenen Vorteile wegen oder aus Angst.

„Er sagte einfach: ‚Du knallst ihn jetzt ab!‘ Er gab mir seine Pistole in die Hand. Alle guckten. Die Zeit blieb stehen. Ich erschieße meinen Freund Ruki.“

Schauspieler Alexander Beisel übernimmt in der Regie von Yvonne Groneberg zwei Rollen: Die des Enkels und die seines Großvaters Hans. Dieser vererbte dem Enkel ein Buch mit seinen Lebenserinnerungen, in denen er sein Schweigen bricht und von seiner Freundschaft zu Ruki, dem „Zigeuner-Boxer“ erzählt. Die Lebenserinnerung des Großvaters reißt den Enkel aus seinem Alltag, er taucht beim Lesen immer tiefer in die Geschichte ein, die Teil seines eigenen Lebens wird. Es bleibt die Einsicht in die Aktualität der Geschichte angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen.

Die Inszenierung ist mobil und kann gern für Aufführungen in z. Bsp. Schul-Turnhallen gebucht werden. Geeignet für Zuschauer ab 14 Jahren.

Termin: 17., 18., 23.10. 18 Uhr Schlachthof Eisenach, 20.10. 19.30 Uhr Landestheater

Karten: Theaterkasse (03691-256 219), Eisenacher Tourist-Information (03691-792 323), www.landestheater-eisenach.de

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