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Alles um die Pfeifen und Wettrauchen

In Thal trafen sich am Wochenende Pfeifenraucher und Sammler zum 2. Tabakpfeifensymposium. Gastgeber waren das «Ruhlaer Tabakpfeifenmuseum» und das Pfeifenstudio Hartmann in Schweina.
Seit dem 20. Jahrhundert ist Ruhla auch durch seine vielseitige Pfeifenproduktion bekannt. Pfeifen aus Holz, Ton, Porzellan und Meerschaum wurden einst in Ruhla produziert.
In Schweina werden seit 200 Jahren Holzpfeifen gefertigt.
Die Tabakpfeifen zeugen von einmaligen künstlerischen Fähigkeiten und hohen handwerklichen Fertigkeiten dieser Produktion. Deshalb widmen sich viele Menschen diesem Bereich und beim Symposium wurde viel diskutiert. So gab es Vorträge zur Pfeifengeschichte Ruhlas, zu «Europäischen Prunkmeerschaumpfeifen» und Porzellanpfeifen. Die Referenten kamen aus Ruhla, Wien, Eisfeld und aus Norwegen.
Am Samstagabend wurde im «Thalfried» die Börse fortgesetzt und ein Wettrauchen veranstaltet.
20.30 Uhr wurden 18 Pfeifen gezündet. Jeder Teilnehmer bekam eine Schweinaer Pfeife, drei Gramm Tabak und zwei Zündhölzer. Mit diesen Sachen waren die Pfeifen zu stopfen und zu zünden. Nach knapp 15 Minuten erlosch die erste Pfeife: «Als Thüringer sind wir immer schnell», so der Kommentar des Pfeifenfreundes aus Reichenbach.
Spannend wurde es nach gut 55 Minuten eine große Zahl der Pfeifen war schon erloschen.
Als Wolfgang Dietz aus Köln «Feuer aus» meldete, wurde es zu einem Zweikampf von Roger Wallenstein aus dem Saarland und dem Erfurter Willibald Böck. Nach 58 Minuten gratulierte dann der Saarländer dem Thüringer zum Sieg. Es ging dabei um Sekunden gestand Böck. «Es ging nicht mehr, ich schmeckte schon die Asche», erklärte Wallenstein nach dem Aus. Und Böck, der Ex-Thüringer Minister, Inhaber der Galerie „feine thüringer art“ und Unternehmensberater, freute sich: «Die Thüringer Pfeife bleibt in Thüringen». Gemeint war der 1. Preis, die wertvolle Jahrespfeife aus Schweina.
Auch eine Frau nahm am Wettbewerb teil und bekam einen Anerkennungspreis.
Sonntag waren die Teilnehmer des Symposiums in Schweina zu Gast.

Vor dem eigentlichen Symposium tagte in Thal die internationale Tabakpfeifenvereinigung «ACADEMIE DE LA PIPE» mit Sitz in Paris in einer geschlossenen Sitzung und der Konferenzsprache englisch. Und auch hier drehte sich alles um die Tabakpfeifen.

Auch zu dieser Veranstaltung in Thal gab es die Warnungen der EU-Gesundheitsminister.

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