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„Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Unter dem Titel „Nun aber seid ihr Licht.Elisabeth“ begeht die Stadt Eisenach das Jubiläumsjahr 2021 zum 800. Hochzeitstag der Elisabeth von Thüringen und Ludwig IV. Das Wartburg-Radio möchte sich im Rahmen dieses Jubiläums mit einem eigenen Beitrag unter dem Titel „Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“ anschließen.

In einer vorgesehenen Sendereihe „Briefe an Elisabeth – Erinnerungen aus der Gegenwart“ möchte das Wartburg-Radio Gedanken, Hoffnungen oder Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern der Wartburgregion, aber auch Momente der Freude, trotz aller Schwierigkeiten in der gegebenen Situation, aufnehmen und so Teil des Miteinanders sein. Vielleicht finden sich auch Bezugs- und Berührungspunkte oder auch Sichtweisen zum Leben und Wirken Elisabeths, die Sie thematisieren möchten.

Eine Auswahl Ihrer Briefe und Statements werden von professionellen Sprechern des „Theater am Markt“ sowie des Wartburg-Radios eingelesen und im März in einer Reihe im Wartburg-Radio ausgestrahlt. Geplant sind ebenfalls in Kooperation mit dem TAM öffentliche Lesungen, in der ausgewählte Briefe vor einem breitem Publikum, so unsere Hoffnung, gelesen werden, um anschließend miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ihre Briefe an Elisabeth können Sie bis zum 31. Januar 2021 per Email an elisabeth@wartburgradio.com oder auch als herkömmlichen Brief an das Wartburg-Radio senden.

Mit der Zusendung Ihres Briefes stimmen Sie einer Veröffentlichung im Rahmen der Sendereihe oder einer öffentlichen Lesung zu. Wir bitten um einen verbindlichen Hinweis, ob Sie als Autor namentlich benannt werden möchten oder ob ihre Zuschrift nur anonym genutzt werden darf.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.wartburgradio.com.

Hintergrund:

Vor 800 Jahren – 1221 – heiratete  der Thüringer Landgraf Ludwig IV. in der Eisenacher Georgenkirche die ungarische Königstochter Elisabeth. Über alle Konfessionen hinweg wird Elisabeth bis heute geachtet und gilt als eine der stärksten Frauenpersönlichkeiten des Mittelalters.

Ihr außergewöhliches Leben im Dienst der Menschen ist bis heute von Strahlkraft und Bedeutung. Mitmenschlichkeit, Solidarität und ihr Mut mit Zugewandtheit und Nächstenliebe für Kranke und Entrechtete zu sorgen, sind Botschaften, die gerade heute von wesentlicher Bedeutung sind.

Der Blick ins neue Jahr 2021 ist für viele Menschen mit der Hoffnung verbunden, wieder ein gewohntes  Miteinander zu leben, Nähe zu erfahren und ohne die gegebenen aktuellen Einschränkungen das eigene Leben wie gewohnt oder vielleicht auch ganz neu auszurichten. Vielfältige Existenzängste prägen das Jahr 2020 und ebenso viele  Wünsche und Hoffnungen verbinden sich mit dem neuen Jahr 2021.

Der unerwartete „Stillstand“ der Welt, ein Einschnitt in fast alle Bereiche des Miteinanders, ist für viele Menschen ein Grund, sich mit bisherigen Lebenshaltungen auseinanderzusetzen, zu hinterfragen oder zu resümieren. Das Bewusstsein über die Fragilität des menschlichen Lebens, die Unsicherheit in vielen Bereichen zeigt, wie wichtig es ist, gerade auch jetzt füreinander da zu sein – und zugewandt Ängste und Sorgen, Freude und Zuversicht zu teilen.

„Seht, man soll die Menschen nicht nur satt, sondern auch  froh machen“. So lautet ein Zitat der ungarischen Königstochter und späteren Landgräfin von Thüringen, die in Abwesenheit ihres Mannes Ludwig IV, in allen Teilen des Landes die landgräflichen Kornkammern öffnen ließ, um die hungernde Bevölkerung zu versorgen.

Im Alter von 4 Jahren kam Elisabeth von Ungarn nach Eisenach und heiratete mit 14 Jahren den Thüringer Landgrafen Ludwig IV.  Die Ehe, aus der drei Kinder hervorgingen, währte nur kurze Zeit, da der Landgraf 1227 auf dem Weg zu einem Kreuzzug verstarb. Die junge Witwe vollzog nun einen radikalen Bruch mit ihrem Stand und widmete sich den Armen. Sie verließ 1228 Eisenach und gründete in Marburg ein Hospital. Im Alter von 24 Jahren verstarb die ehemalige Landgräfin in Marburg. Bereits 1235 erfolgte ihre Heiligsprechung. Elisabeth gilt als katholische Schutzpatronin von Thüringen und Hessen. Die Eisenacher Predigerkirche wurde, als eine der ersten Kirchen weltweit, der heiligen Elisabeth und Johannes dem Täufer geweiht.

Viele Überlieferungen, wahre und sagenhafte, sind mit dem Leben der Elisabeth verbunden.

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