Werbung

Eisenacher mit Oldtimern in Hessen

Einen würdigen Abschluss der Europawoche in Hungen bildete die 14. ADAC Oldtimerfahrt «Horlofftal». 96 historische und klassische Automobile und Motorräder starteten Pfingsten am Hungener Backhaus und entführten mehrere Tausend Besucher am Rande der knapp 100 km langen Strecke auf eine nostalgische Zeitreise der besonderen Art.
Die Horlofftaler sind die Paten des MC Eisenach und es bestehen engste Kontakte beider Clubs.

Neben den Kontrollstellen in Ulfa, Röthges, Villingen und Nonnenroth hatte der Motor-Sport-Club Horlofftal e.V. große Aktionspunkte mit Sonderaufgaben und Moderation organisiert. Im Laubacher Schlosshof wurden die Teams von den Kräuterweibern und dem Nachtwächter mit flotten Sprüchen in zünftiger Kleidung begrüßt. Rund 500 Zuschauer wurden allein bei der Sonderaufgabe in Nieder-Bessingen bei Autofit-Kühn gezählt, ebenso viele an der Kontrollstelle des Heimatvereins in Obbornhofen.
Das Hungener Backhaus mit der Markthalle am Zwenger war schon zum zweiten Mal Dreh- und Angelpunkt der beliebten ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal. Fahrzeugausstellung, Start, Mittagspause und Ziel lockten viele Besucher, die es sich bereits beim Weißwurstfrühstück oder später bei Steaks, Würstchen sowie ofenfrischen Brezeln, Kuchen und Pizza schmecken ließen.
Hungens Bürgermeister Klaus Peter Weber hatte mit seinem Eisenacher Kollegen Christian Nielsen sowie Organisationsleiter Thomas Roßhirt und dem MSC-Vorsitzenden Manfred Möll die ersten Teams nach der Begrüßung in Hungen auf die Strecke geschickt. Bei einer «Gleichmäßigkeitsfahrt» ging es mit Tempo 7 km/h durch den Schlosspark. Die Geschwindigkeit wurde von den offiziellen Messtrupps ermittelt. Knöllchen gab es diesmal jedoch nicht, obwohl das hochrangig besetzte Bürgermeisterfahrzeug mit 23 km/h geblitzt wurde.
Für viel Aufsehen sorgte die Delegation des Partnerclubs MC Eisenach. Bürgermeister Christian Nielsen ging mit dem ehemaligen Rallyefahrer Egon Culmbacher in einem Wartburg aus dem Jahre 1965 an den Start. Hinzu kam vier weitere Teams aus Thüringen mit besonders seltenen BMW Dixi, IFA- und Wartburg-Cabrio.
Über 50 Helfer des MSC Horlofftal e.V. im ADAC hatten die reibungslose Organisation sichergestellt. Gleich mehrere Spitzenplätze gingen an heimische Motorsportexperten, obwohl diesmal nicht Geschwindigkeit, sondern Geschicklichkeit gefragt war. In der Klasse Automobilklasse bis Baujahr 1965 siegten überraschend Karlheinz und Doris Raab (Hungen) mit ihrem spektakulären Trabi-Cabrio vor Rüdiger und Martin Hähner (Mücke) in der «Knutschkugel» BMW Isetta. In der Automobil-Gesamtwertung holte sich das Trio Johannes Hensel/Katja Bielefeld/Schorsch Hossfeld den zweiten Platz auf Lancia Fulvia. «Abräumer des Tages» wurden zwei weitere Motorsport-Haudegen: Die früheren Rallyestars Horst Dietz (Nonnenroth) und Helmut Walz (Pohlheim) starten mit einem NSU Max OSB-Gespann, holten sich den Sieg bei drei Sonderaufgaben und in der Gesamtwertung.

Werbung
Top