FÊTE DE LA MUSIQUE: PREMIERE IN EISENACH GELUNGEN / 32 MUSIKER*INNEN PRÄSENTIEREN SICH

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Sophia Spangenberg

Die Magie der weltweit gefeierten „Fête de la Musique“ war am Freitag, 21. Juni, in der Wartburgstadt zu erleben. Der Fachdienst Kultur der Eisenacher Stadtverwaltung hatte in Kooperation mit dem Eisenacher Gewerbeverein und dem Citymanagement das Straßenmusikfest erstmals organisiert. 32 Musiker*innen – von der Schülerband über Chöre und Hip-Hop-Gruppen bis hin zu DJs und Solokünstler*innen – folgten dem Aufruf. Sie präsentierten sich auf insgesamt sechs Plätzen in der Innenstadt: Auf Marktplatz, Theaterplatz, Karlsplatz, Johannisplatz, im Bachhaus-Garten und in der Querstraße erklangen Beiträge vielfältiger Genres. Das Wartburgradio begleitete die „Fête de la Musique“ mit einer Sondersendung.

Zum Auftakt stimmte der Eisenacher Posaunenchor vom Dach des Eisenacher Stadtschlosses die Gäste auf einen stimmungsvollen Abend ein. Oberbürgermeisterin Katja Wolf eröffnete anschließend die „Fête de la Musique“ auf dem Marktplatz. „Dies ist ein Tag, der uns daran erinnert, wie mächtig und verbindend Musik sein kann“, sagte sie. Die Musiker*innen sangen und spielten ohne Gage. Dies ist Teil des Charakters des Festes, das bewusst denen eine Bühne geben möchte, die sonst eher selten die Gelegenheit eines Auftrittes haben. Die Oberbürgermeisterin dankte ausdrücklich für die Bereitschaft, honorarfrei an diesem Veranstaltungsformat mitzuwirken: „Dies zeigt die enorme Leidenschaft und Hingabe, die unsere Künstlerinnen und Künstler in ihre Musik investieren. Dafür gebührt ihnen unser besonderer Dank“, sagte sie.

© Stadt Eisenach/Sophia Spangenberg

Zudem hob die Oberbürgermeisterin in besonderer Weise diejenigen hervor, die im Hintergrund die Organisation gestemmt hatten, und sprach ihnen ebenfalls großen Dank aus: dem Gewerbeverein, dem Citymanagement, der Werbeagentur „ideenwert“, dem Wartburgradio, dem Fachdienst Kultur, der Beauftragten für Migration und Bürgerschaftliches Engagement sowie allen Ehrenamtlichen, die vor und hinter den Kulissen bei der Umsetzung tatkräftig mitgeholfen hatten.

In diesem Jahr gab es mit dem Zusammenschluss vieler deutscher Städte ein Motto für den Abend: „Demokratie stärken“. In diesem Rahmen entstand für die „Fête de la Musique Deutschland“ und in Kooperation mit der Initiative „Weltoffenes Thüringen“ der Song „Nie wieder ist jetzt“. Vor Ort in Eisenach erklang das Lied ebenfalls immer wieder als Bekenntnis zur demokratischen Grundordnung und in gewisser Weise auch als Wiedererkennungswert. Die Gastronomie am Rande der Plätze und Straßen trug ebenfalls mit einem breiten Angebot zum Gelingen des Musikfestes bei.

© Stadt Eisenach/Sophia Spangenberg
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Hintergrund

Die erste „Fête de la Musique“ fand 1982 in Paris statt und wird seitdem jedes Jahr am 21. Juni gefeiert. Amateur- sowie Berufsmusiker treten beispielsweise auf öffentlichen Plätzen, vor oder in Kneipen, Restaurants, Cafés, Geschäften oder Kirchen honorarfrei auf. Die Idee des Festes liegt darin, regionale Amateurmusiker zu ermutigen, an diesem Tag ihre „selbst gemachte“ Musik auf den städtischen Straßen als Teil zahlreicher eintrittsfreier Konzerte auch mit professionellen Musikern aller Stilrichtungen einem breiten Publikum kostenfrei zu präsentieren. In Thüringen nahmen in diesem Jahr insgesamt 18 Städte an der Aktion teil. In ganz Deutschland waren es 140.

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