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Frieden geht – Rüstungsexport geht gar nicht!

Staffellauf macht Halt in Eisenach

Pünktlich mit dem 6Uhr-Schlag der Eisenacher Rathausuhr starteten Horst Reinhardt und Silvian Erdmann zum ersten Tagesabschnitt des 9. Tages beim Staffellauf „Frieden geht!“. Beide stammen aus Fröttstädt, dem Zielort des ersten Tagesabschnitts, und sind passionierte Hobbyläufer. Als Horst Reinhardt von seiner Kirchgemeinde auf den Staffellauf „Frieden geht“ aufmerksam gemacht wurde, war es für ihn keine Frage mitzulaufen – trotz des drei Tage vorher absolvierten Rennsteiglaufs.

Das versteht sich doch von selbst – Ehrensache, wiegelt er ab.

Ab Eisenach begleitet ein von Nikolaus Huhn aus Schlöben bei Jena gestalteter Wagen den Lauf. „Frieden geht! – Rüstungsexport geht gar nicht!“ – das ist die Botschaft des ca. 1.100 km langen Staffellaufs von Oberndorf im Allgäu nach Berlin.

Oberbürgermeisterin Wolf begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Frieden geht!“ am Montag Abend herzlich in Eisenach und drückte ihre Hochachtung vor der Leistung bei den hochsommerlichen Temperaturen aus. Dass ihr das Thema des Staffellaufs ein Herzensanliegen ist, unterstrich sie mit dem Hinweis auf die Mitgliedschaft in der Organisation „Mayors for peace“. Diese weltweite Bewegung von Bürgermeistern setzt sich für den Abschluss einer Atomwaffenkonvention ein.

Am Montag waren mehrere Eisenacherinnen und Eisenacher von Spichra aus den letzten Tagesabschnitt bis Eisenach mitgelaufen. Einige hatten erst kurzfristig davon erfahren und sich spontan auf den Weg gemacht. Nicht Flüchtlinge, sondern Fluchtursachen bekämpfen, war für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wichtiger Beweggrund dabei. In Syrien nutzen beispielsweise sämtliche Kriegsparteien Gewehre von Heckler & Koch, vor deren Firmensitz der Staffellauf begann. Die in Eisenach begonnene Tagesetappe endet in Jena: im Fokus hier die Firma Jenoptik, die einen großen Teil ihres Umsatzes mit Rüstungsgütern macht.

Der von 16 Trägerorganisationen veranstaltet Staffellauf endet am 2. Juni mit einer großen Abschlussveranstaltung in Berlin.

Clemens Roschka

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