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Hamburger John Allen spielte im Lebemann

Bildquelle: Michael Schenk

Nachdem er vor drei Jahren bereits ein ausverkauftes Konzert in der Alten Mälzerei spielte, damals noch auf Einladung des Kulturcarré und des Jazzclub Eisenach e.V., besuchte John Allen nun zum dritten Mal Eisenach. Inzwischen finden die Konzerte mit ihm im Lebemann in der Marienstraße statt. Auch hier war der Abend sehr gut besucht und John Allen bestach mit seinen melancholischen Texten und seiner tiefen, unbändigen Stimme. Es fiel ihm nicht schwer, den kleinen Gastraum des Lebemanns akustisch zu füllen. Tiefsinnige englischsprachige Texte, die stimmungsmäßig irgendwo zwischen Nieselregen und Herbstwetter einzuordnen sind, gespickt mit charmanten Überleitungen und kleinen Anekdoten, machen das Zuhören leicht.

 

Egal welche Hautfarbe du hast,

welcher Religion du angehörst,

welchen Glauben du hast und welchen Geschmack,

ob du Helene Fischer oder lieber Dropkick Murphys hörst,

für Bären schmecken wir alle wie Hühnchen.

 

Die bedeutendsten Einflüsse auf dem musikalischen Weg, des ehemaligen Lehrers, sind Größen wie Bob Dylan, Bruce Springsteen und Tom Waits und das hört man auch noch immer. John Allen beschwört in seinen Songs die Geister der Vergangenheit, besingt die Freiheit auf der Straße, lobt den Optimismus des Neuanfangs und kokettiert mit Alltäglichem. Er, der vor inzwischen drei Jahren seinen festen Job an den Nagel gehangen hat und nur noch von der Musik lebt versuchte im anschließenden Gespräch der Romantisierung des Künstlerlebens entgegen zu treten. Im letzten Jahr habe er über 150 Konzerte gespielt.#

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