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„BENEFICUS AWARD“ für Mosbacher

Engagement für todkranke Kinder geehrt

Ingolf Zimmermann (63) aus Mosbach sowie seine Kollegen Jochen Kornhaaß (63) und Wolfram Baumbach (63) wurden am Samstag mit dem Beneficus Award ausgezeichnet. Anlässlich der Beneficus-Spenden-Gala im Köstritzer Spiegelzelt in Weimar übergaben die stellvertretende Thüringer Ministerpräsidentin, Heike Taubert (SPD) und Klaus-Dieter Heber, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gemeinnützigen Trägergesellschaft Kinderhospiz Mitteldeutschland, die Ehrung.

Im Fokus der Würdigung stand bei den drei ehemaligen Bauleuten ihr unermüdlicher Einsatz, bei dem sie sich durch hohe handwerkliche Kompetenz beim Um- und Ausbau des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz auszeichneten. Der BENEFICUS AWARD wird durch die gemeinnützige Trägergesellschaft des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz vergeben. Geehrt werden damit Menschen und Institutionen, die sich in besonderer Weise für Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern stark machen.

Jochen Kornhaaß, Ingolf Zimmermann und Wolfram Baumbach haben jeden Stein und jedes Kabel einmal angefasst, das es im Kinderhospiz gibt. Sie haben buchstäblich Hand angelegt, damit der Ausbau gelingt, verlas Stefan Böck, Sohn des inzwischen verstobenen bekannten Politikers Willibald Böck (CDU) in der Laudatio.

Seit der Umbau 2009 begonnen habe, hätten die drei unermüdlich geschraubt, gesägt und daran gefeilt, dass 2011 eröffnet werden konnte.

Morgens haben sie selbst den Hahn vor dem Krähen geweckt, am Abend die Sonne schlafen geschickt. Es gab keine Aufgabe, für die sie sich zu schade gewesen sind, hieß es dort weiter.

Als die „Drei von der Baustelle“ wurden sie geehrt. Bis heute stehen sie trotz ihres Ruhestandes in herzlicher Verbindung zum Kinderhospiz und helfen weiter ehrenamtlich. Die Preisträger des BENEFICUS AWARD wird jährlich vergeben. Die Preise sind Skulpturen, die jeweils einzeln von dem bekannten deutschen Bildhauer Hans-Peter Mader geschaffen werden. Für die Männer, die alle drei 1955 geboren wurden, sei es eine Herzensangelegenheit, das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zu unterstützen. Sie haben sich während ihrer Bautätigkeit in der Nachwendezeit kennengerlernt und sind auch privat Freunde geworden. Kornhaaß und Zimmermann feiern sogar am selben Tag, am 4. Oktober, gemeinsam Geburtstag.

Es war für uns alle drei ein bewegender Moment, wir haben zu keinem Zeitpunkt damit gerechnet, sagte der aus Mosbach stammende Ingolf Zimmermann, der zu DDR-Zeiten in den Uhrenwerken Ruhla zum Werkzeugmacher ausgebildet wurde und später als Quereinsteiger auf die Baustelle kam. So einen Moment erlebt man vielleicht nur einmal im Leben. Schön, dass es mit so einer Verabschiedung in den Ruhestand geklappt hat.

Andrea T. | | Quelle:

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