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Der Wartburgkreis hat eine neue Kreisheimatpflegerin

Christina Reißig ist neue Kreisheimatpflegerin des Wartburgkreises. Sie wurde zu Beginn der Kreistagssitzung am Mittwoch, 17. Dezember von Landrat Reinhard Krebs offiziell in ihr neues Amt berufen. Zuvor hatte der Tiefenorter Rudolf Funk dieses interessante und abwechslungsreiche Ehrenamt inne. Der Kreisheimatpfleger wird vom Kreistag des Wartburgkreises immer für vier Jahre berufen. Der 76-jährige Rudolf Funk geht nun in den Ruhestand.

12 Jahre leitete er die Geschicke der über 70 Ortschronisten im gesamten Wartburgkreis in einem gut funktionierenden Netzwerk, welches er in immer guter Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, wie z. B. dem Heimatbund Thüringen, der Bürgerstiftung Wartburgkreis, aber auch mit den Schulen der Region aufgebaut hatte. Der studierte Germanist und Historiker, arbeitete als Moderator beim Radio und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Museumsverband Thüringen, er betreute Museen und gründete nach der Wende einen Arbeitskreis für Grenzmuseen. Anstatt in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, nutzte Rudolf Funk seine, über die vielen Jahre aufgebauten Kontakte und brachte diese in die Arbeit als ehrenamtlicher Kreisheimatpfleger ein.

Sein Aufgabengebiet war umfassend und abwechslungsreich: er organisierte jährliche Exkursionen mit den Ortschronisten und zahlreiche (Wander-) Ausstellungen, die sich, lokal verortet, mit wichtigen Ereignissen der deutschen Geschichte auseinandersetzten (zum Beispiel die Reichspogromnacht 1938, die Grenzöffnung, 500 Jahre Reformation, 25 und 30 Jahre Mauerfall).

Landrat Reinhard Krebs dankte dem scheidenden Kreisheimatpfleger für die „verdienstvollen Jahre der sehr angenehmen und immer konstruktiven Zusammenarbeit“ und wünschte dem nunmehr tatsächlichen Ruheständler alles Gute für die Zukunft.

Mit der Nachfolgeregelung zeigt sich der Landrat sehr zufrieden:

Frau Reißig ist durch ihr großes Engagement, vielen Menschen in der Region schon lange gut bekannt.

Christina Reißig wohnt im Wutha-Farnrodaer Ortsteil Schönau. Sie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in unterschiedlichen Vereinen mit Schwerpunkt Wandern, Natur- und Umweltschutz, Heimat- und Ortsgeschichte sowie der Traditions- und Brauchtumspflege – beispielsweise als Vereinsvorsitzende der Schönauer Backfrauen. Seit über 20 Jahren arbeitet sie aktiv als Landespressewartin im Thüringer Waldverband. Sie war federführend am Aufbau des Hörselbergmuseums beteiligt und arbeitete aktiv als Koordinatorin beim Aufbau des Projektes „Lutherweg in Thüringen“ mit. Seit fast fünf Jahren leitet sie den Verlag ihres verstorbenen Mannes, den Heimatverlag Hörselberg und gibt die beliebte Heimatzeitung „Hörselbergbote“ heraus.

Christina Reißig ist in den verschiedensten Netzwerken der Traditions- und Brauchtumspflege organisiert, und bringt so beste Voraussetzungen mit, um die Arbeit des bisherigen Kreisheimatpflegers erfolgreich fortzusetzen. Die Aufgaben der Kreisheimatpflegerin bestehen weiterhin in der fachlichen Betreuung und Weiterbildung der Ortschronisten, der Planung und Durchführung von Veranstaltungen mit geschichtlichem Hintergrund sowie der Dokumentation und Publikation von Arbeits- und Forschungsergebnissen.

Die Geschichte unserer Heimat zu kennen und zu bewahren, ist für unsere Identität als Region immens wichtig. Unsere Ortschronisten und Heimatpfleger im Landkreis leisten eine überaus wichtige Arbeit. Ich bin froh, dass das Amt des Kreisheimatpflegers so gut besetzt werden konnte, sagte Landrat Reinhard Krebs vor dem Kreistag.

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