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Ein junger Handballer will es sich und seinem Ex-Verein zeigen

Felix Cürten steht mit der B-Jugend des ThSV Eisenach in der Play-Off-Runde der Regionalliga Nordost und hat noch einiges vor – auch wenn ihm das manche nicht zutrauen

Felix Cürten, am 15.04.2005 in Gera geboren, wohnhaft in Ronneburg, entstammt einer sportbegeisterten Familie. Der Opa war ein großer Handballfan, die Mutter spielte Handball, seine drei Schwestern sind auch sportlich aktiv. Seit dem Jahr 2020 trägt Felix Cürten das Trikot des ThSV Eisenach, bezog zunächst Quartier im Wohnheim, nennt inzwischen eine kleine Wohnung im Westteil der Eisenacher Kernstadt seine eigene. Er besucht gerade die 10. Klasse in der Wartburgschule, steht mit der B-Jugend des Thüringer Traditionsvereins in der Play-Off-Runde der Regionalliga Nordost. Hier kommt es zu den Duellen mit den Altersgefährten des SC Magdeburg, DHfK Leipzig, Füchse Berlin Reinickendorf, HC Empor Rostock und der NSG EHV/Nickelhütte Aue. Alles klangvolle Namen in den Neuen Bundesländern.

Harte Bandagen. Man muss alles geben, um mithalten zu können, weiß Felix Cürten.

Am Sonntag, 27.02.2022 empfängt Felix Cürten mit der ThSV-B-Jugend um 16.30 Uhr die Altersgefährten des SC DHfK Leipzig.

Mit dem Handball begann Felix Cürten im Alter von 6 Jahren beim HSV Ronneburg. Jürgen Bäumler war sein erster Übungsleiter. Er feierte mit der D-Jugend des HSV Ronneburg den Thüringer Landesmeistertitel, mit der C-Jugend die Vizemeisterschaft im Freistaat. Doch Felix Cürten steckte sich höhere Ziele. Beim HSV Ronneburg traute ihm keiner so recht den Sprung in den Leistungsbereich zu. Als sich sein Wechsel zum ThSV Eisenach abzeichnete, wurde das eher mit Grollen aufgenommen. Der Kontakt zu seinem Heimatverein ist inzwischen abgebrochen.

Ich bin dort nicht mehr willkommen, erklärt der 16-Jährige etwas traurig.

Doch das erhöht nur seinen Ehrgeiz. Felix Cürten will es sich und seinem Ex-Verein beweisen. Das dies nicht leicht wird, ist dem linken Rückraumspieler bewusst. Er will sich durchbeißen! Traurig stimmt ihn auch die Nachricht, dass der HSV Ronneburg nach 20 Jahren kein Talentförderzentrum für den Nachwuchs mehr ist.

Trainingsumfänge nach leistungssportlichen Kriterien
Beim ThSV Eisenach wird unter leistungssportlichen Gesichtspunkten trainiert, unterstützt durch verschiedene Kooperationspartner, zu denen das Elisabeth-Gymnasium und auch die Wartburgschule zählen. Der Trainingsumfänge und die Intensität beim ThSV Eisenach sind hoch.

In der Woche stehen 8 Trainingseinheiten, zwei davon im Kraftbereich, auf dem Plan. In der normalen Punktspielsaison bin ich am Wochenende zumindest in einem Pflichtspiel dabei, berichtet Felix Cürten. Das war schon eine Umstellung, die nicht reibungslos verlief. Doch inzwischen habe ich meinen Tagesablauf darauf eingestellt. Das klappt alles schon ganz gut, ergänzt Felix Cürten.

Ein erfreulicher Nebeneffekt des Wechsels nach Eisenach: Seine schulischen Leistungen haben sich deutlich verbessert. Das trägt zum Wohlfühlklima natürlich bei.

Das Klima im Team ist auch gut, berichtet der 1,84 Meter große Rückraumspieler.

Zulegen muss er in punkto Kraft und Köpermasse, Schwächen in der Abwehr ausmerzen. Schnelligkeit und Spielverständnis zählt er zu seinen Stärken. Aber auch da ist noch gehörig Luft nach oben. Michael Damgaard, der torgefährliche Rückraumspieler des SC Magdeburg, imponiert Felix Cürten als Handballer. Was die Athletik betrifft, ist er fasziniert von Fußballstar Christiano Ronaldo. Er selbst, der beruflich den Weg zum Sporttherapeuten einschlagen will, möchte mit dem ThSV Eisenach die Qualifikation für die Jugendbundesliga schaffen.

Th. Levknecht

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