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Heimspiele sind keine Selbstläufer!

Nachgefragt bei Eisenachs Coach Sead Hasanefendic vor dem Heimspiel gegen den TuS Ferndorf

Am letzten Spieltag der Hinrunde empfängt der ThSV Eisenach am Samstag, 21.12.2019 um 19.30 Uhr den TuS Ferndorf. Wir sprachen im Vorfeld mit Sead Hasanefendic, dem Coach des ThSV Eisenach:

Der letzte Spieltag der Hinrunde steht an. Ihre Mannschaft belegt mit 19:13 Punkten den 5. Tabellenplatz. Dürfen wir Sie um ein erstes kleines Fazit bitten?
Ungern. Es stehen noch zwei Spieltage bis zum Jahreswechsel und der Punktspielpause bevor. In dieser ausgeglichen Liga, in der nahezu jeder jeden schlagen kann, mit geringen Punktabständen zwischen Platz 5 und 11, können zwei Spieltage erhebliche Veränderungen bringen. Festzustellen bleibt natürlich, dass wir mit unserer neuformierten jungen Mannschaft erfolgreich aufgespielt haben. Zuletzt unterlagen wir zwei Teams mit hohem Format, dem TuS Nettelstedt-Lübbecke und dem VfL Gummersbach. Auch wenn ich mich wiederhole, dieser 5. Platz ist nur eine Momentaufnahme. In den noch anstehenden zwei Spielen bis zum Jahreswechsel haben wir die Möglichkeit, diesen zu bestätigen. Erst danach sollten wir ein Resümee ziehen.

Nach der Niederlage in Gummersbach war aus den eigenen Reihen zu hören, der ThSV Eisenach dürfe auswärts ruhig mutiger spielen. Wie sehen Sie das?
Ich verlange stets ein mutiges Spiel. Richtig, auswärts können wir noch mehr Mut gebrauchen. Um einen schnellen Ball zu spielen, für starke Duelle in der Verteidigung, für gute Spielzüge, die unsere Shooter in Position bringen. Das ist uns auf Reisen nicht genügend gelungen, sodass wir zumeist mit leeren Händen heimgefahren sind. Wir müssen unsere Chancen konsequent nutzen, über eine stabile Abwehr zu Tempogegenstößen ansetzen, Rundum, mutig in Abwehr und Angriff. Mutig daheim, mutig auswärts! Mit mutigem Spiel erzeugen wir mehr Druck, kommen zu Abschlüssen in kurzer Zeit. Na klar, mit dem Erfolg steigt dann auch das Selbstvertrauen.

Bis zum Jahreswechsel stehen noch zwei Heimspiele an. Es gibt nicht wenige, die da vier Pluspunkte einplanen. Wie sehen Sie die Aufgaben gegen den TuS Ferndorf und den HC Elbflorenz Dresden?
So einfach geht das nun wahrlich nicht. Ich bin Optimist, Vier Zähler sind natürlich unser Ziel. Aber Vorsicht! Alle Teams der Liga sind gefährlich! Mit dem TuS Ferndorf schlossen wir in dieser Saison noch keine Bekanntschaft. Ich darf erinnern, im Vorjahr spielte das Team aus dem nördlichen Siegerland lange Zeit ganz vorn mit. Der TuS Ferndorf ist ein unangenehmer Kontrahent. Er bevorzugt einen schnellen Handball, basierend auf einer guten Abwehr mit guten Torhütern. In die Saison starteten wir mit einem Auswärtsspiel, einer Auswärtsniederlage beim HC Elbflorenz, einer körperlich betonten Mannschaft. Auch das Rückspiel trägt Derbycharakter; da ist vieles möglich. Um es klar und deutlich zu sagen, die beiden Heimspiele werden alles andere als ein Selbstläufer. Im Gegenteil! Wir müssen alles geben, alles aus uns herauskitzeln.

Wie würden Sie das Team des TuS Ferndorf charakterisieren?
Die Abwehr um den ehemaligen Eisenacher Branimir Koloper, dahinter zwei gute Torhüter, bilden das Fundament. Das Spiel nach vorn dirigiert ein sehr beweglicher Mittelmann. Starke Rückraum-Shooter sorgen für Treffer aus der Distanz. Manchmal spielt die Mannschaft gut, manchmal weniger gut. Das ist natürlich auch abhängig vom sportlichen Gegner. Ich sage es ganz deutlich: Die Partie gegen den TuS Ferndorf wird eine harte Prüfung für uns! Das auch an die Adresse unserer euphorischen Fans.

Mit welcher Marschroute schicken Sie Ihr Team am Samstag auf das Parkett? Wie sieht es personell aus?
Die verschiedenen Infekte sind auskuriert. Wenn beim Training nichts passiert, werden wir unser stärkstes Aufgebot zur Stelle haben. Wir haben den TuS Ferndorf genau analysiert, gehen bestens vorbereitet in die Partie.

Bundesliga-Handballer und Bundesligatrainer können das Weihnachtsfest kaum genießen. Spieltage am 21. und 26. Dezember verhindern eine besinnliche Weihnachtszeit. Wie verbringt Sead Hasanefendic das Weihnachtsfest?
Das ist ja nicht neu. Wir werden viel Zeit in der Werner-Aßmann-Halle beim Training verbringen. Auch über die Feiertage bleiben wir zusammen. Zum Endspurt im Jahr 2019. Wir alle können aber zumindest ein Stück Weihnachten im festlich geschmückten Eisenach, auf den verschiedenen Weihnachtsmärkten genießen. Die Stadt hat sich festlich herausgeputzt. Es herrscht Weihnachtsatmosphäre. Ein Teil meiner Familie wird zu mir nach Eisenach kommen. Nach dem Spiel gegen den TuS Ferndorf stehen für die Mannschaft und mich jedoch die Vorbereitung der Partie gegen den HC Elbflorenz im Mittelpunkt. Trotz des Weihnachtsfestes! Wir wollen nichts dem Zufall überlassen. Es ist das letzte Spiel vor der Pause. Und wie heißt es doch so schön? Der letzte Eindruck bleibt haften.

Th. Levknecht

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