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Jeder hat in einer klaren Struktur seine klare Aufgabe!

Jannis Schneibel traf per Kempa zum überraschenden 27:26 (11:11)-Erfolg des ThSV Eisenach bei der HSG Nordhorn-Lingen

Handball-Zweitbundesligist THSV Eisenach befindet sich im Hoch, beglückte sich und seine Fans am 2. Advent mit einem unerwarteten 27:26 (11:11)-Erfolg beim Erstbundesliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen. Nach einem Drei- (18:21, 48.) und Zwei-Tore-Rückstand (21:23, 51.) drehten die Wartburgstädter in der Schlussphase die Partie. Was für ein Selbstbewusstsein! Per Kempa in einer Gemeinschaftsproduktion zwischen Adrian Wöhler und Jannis Schneibel gelang praktisch mit der Schluss-Sirene der entscheidende Treffer. Die Bilanz von Trainer Misha Kaufmann nach dessen Amtsübernahme in der Wartbugstadt: 9:3 Punkte. Am Samstag, 11.12.2021 gastiert um 19.30 Uhr mit dem ASV Hamm-Westfalen ein weiteres Spitzenteam in der Werner-Aßmann-Halle.

Wir sprachen mit dem 21-jährigen Jannis Schneibel, der mit seinem 5. Treffer zur Entscheidung einnetzte:
War der letzte Spielzug so geplant?
Ja. Wir trafen uns 13 Sekunden vor der Sirene zur Besprechung des letzten Angriffszuges. Unser Coach Misha Kaufmann erläuterte uns seinen Plan. Fynn Hangstein sollte ins 1 gegen 1 gehen, Alex Saul sollte kreuzen. Dann kam der Ball zu Adi Wöhler, der von links den Kempa für den rechten Rückraum auflegte, wo ich auf das Leder lauerte. Alles hat bestens funktioniert. Wir haben an uns geglaubt und wurden belohnt!

Wie definieren Sie Ihre eigene nun etwas veränderte Rolle?
Von unserem neuen Trainer Misha Kaufmann habe ich eine klare Aufgabenstellung, eine klare Rolle bekommen. Und Vertrauen! Auch in der Abwehr erfülle ich auf Linksaußen eine wichtige Aufgabe. Die Abwehr funktioniert nur, wenn jeder seinen Job erfüllt. Jeder ist ein Puzzle des Ganzen. Jonas Ulshöfer und ich obliegt im Angriff die Spielsteuerung, praktisch als verlängerter Arm des Trainers. Wir kommunizieren viel miteinander. Im Vertrauen des Trainers sehe ich die Grundbasis. Misha Kaufmann gibt uns die Mittel an die Hand, um erfolgreich zu spielen. An uns Spieler liegt es, das umzusetzen.

Was hat sich seit dem Trainerwechsel verändert?
Ganz klar, wir haben deutlich mehr Struktur in Abwehr und Angriff. Vor allem in der Abwehr. Sie hat uns zuletzt, trotz schwacher Angriffsleistung, drei Punkte gebracht, mit dem 23:23 gegen die Eulen Ludwigshafen und dem 27:26-Erfolg am Sonntag in der Grafschaft bei der HSG Nordhorn-Lingen. Das belegt ein Blick auf die Statistik. Gegen die Eulen ließen wir 13 sogenannte Hundertprozentige aus. In Nordhorn war unsere Effizienz im ersten Abschnitt miserabel, wir hätten zur Pause führen müssen. In der Abwehr holen wir uns das Selbstvertrauen, erarbeiten uns über 60 Minuten die Chance zu punkten. Jeder hat in einer klaren Struktur seine klare Aufgabe!

Was war letztendlich der Schlüssel zum Erfolg in der EmslandArena?
Das war unsere Abwehr. Wir riegelten in den letzten zwei Minuten ab. Den Hausherren gelang kein Treffer mehr. Wir netzten stattdessen ein.

Am Samstag empfangen Sie mit Ihrer Mannschaft den ASV Hamm-Westfalen…?
Also ein weiteres Spitzenteam. Nach dem Sieg in Nordhorn haben wir aus den letzten 6 Spielen 9:3 Punkte geholt. Nach dem 7. Spiel wollen wir 11:3 Punkte haben. Wir sind überzeugt, das zu schaffen. Der Sieg in Nordhorn hat unser Selbstvertrauen weiter gestärkt.

Th. Levknecht

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