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Nachruf: schmerzhafter Abschied von Astrid Weimer

Bildquelle: © Ulrike Müller/Stadt Eisenach

Bestürzt und mit tiefer Trauer reagiert Oberbürgermeisterin Katja Wolf und die gesamte Eisenacher Stadtverwaltung auf den plötzlichen und unvorstellbaren Tod von Astrid Weimer. Die Leiterin des Büros Oberbürgermeisterin verstarb am frühen Samstagabend, 11. September, im Dienst, unmittelbar nachdem sie die letzten Handgriffe für einen gelungenen Empfang der Teilnehmer*innen der Regenbogentour getan hatte. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche konnten sie nicht mehr retten. Astrid Weimer wurde 56 Jahre alt.

Es ist unvorstellbar, ins Rathaus zu kommen, und nicht vom Lächeln von Astrid Weimer empfangen zu werden. Sie hat alle Fäden zusammengehalten. Nicht nur dienstlich war sie unsere gute Seele, zeigt sich Katja Wolf erschüttert vom viel zu frühen Tod.

Ihre Gedanken und ihr Mitgefühl gelten in erster Linie dem Ehemann und der Familie der Verstorbenen, aber auch in der Eisenacher Stadtverwaltung reiße sie eine „unglaublich große Lücke“. Bestimmt, aber immer respektvoll habe sie das Geschehen koordiniert, sich dabei selbst aber nie in den Mittelpunkt gerückt.

Ihre ganz eigene, feine Art hat uns auch durch die Pandemie getragen, würdigt die Oberbürgermeisterin.

Geboren wurde Astrid Weimer am 7. August 1965 in Mühlhausen. 1989 legte sie ihren Abschluss als Diplomingenieurökonomin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Zunächst arbeitete sie im VEB Uhrenwerk Ruhla, bevor sie im Februar 1991 zur Stadtverwaltung Eisenach wechselte. Neben ihrer Tätigkeit im Standesamt bildete sie sich zur Verwaltungsfachangestellten (1996) sowie zur Verwaltungsfachwirtin (1998) weiter. Im Oktober 2004 wechselte sie zur ARGE Eisenach (jetzt Jobcenter).

Gedenken im Ratssaal
Ihre beruflichen Stationen in der Eisenacher Stadtverwaltung waren: stellvertretende Abteilungsleiterin des Standesamts (September 1991 bis April 1997), leitende Standesbeamtin (Mai bis Dezember 1997), stellvertretende leitende Standesbeamtin (Januar 1998 bis September 2004), stellvertretende Geschäftsführerin und Teamleiterin für den Bereich Leistung der ARGE Grundsicherung Eisenach (Januar 2005 bis Mitte Juni 2015).

Am 15. Juni 2015 übernahm Astrid Weimer kommissarisch die Amtsleitung des Amtes Zentraler Service. Von April 2016 bis Mitte Juni 2017 war sie kommissarische Amtsleiterin des Sozialamtes. Danach wurde sie persönliche Referentin des hauptamtlichen Beigeordneten Ingo Wachtmeister und Leiterin der Stabsstelle „Soziale Stadt“. Ab Januar 2020 übernahm sie die Leitung des Büros der Oberbürgermeisterin, wo sie mit aller Kraft die Vorgänge in der gesamten Verwaltung im Blick behielt und die Fusion mit dem Wartburgkreis sowie die Pandemiebewältigung maßgeblich begleitete.

Kaum jemand war so verankert in der Stadtverwaltung Eisenach wie Astrid Weimer, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Auch im Jobcenter sei die Betroffenheit bei ehemaligen Kollegen groß. Um der Verbundenheit Ausdruck zu verleihen, gestaltete das Büro Oberbürgermeisterin am Montag den Ratssaal spontan in einen Gedenk-Raum für die Beschäftigten um. Viele nutzten die Möglichkeit, um innezuhalten oder sich ins Kondolenzbuch einzutragen. Die Familie bittet darum, von telefonischen Beileidsbekundungen abzusehen.

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