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Patrick Wiencek ist sein Vorbild

Jakob Völksch aus dem Salzlandkreis schwitzt beim ThSV Eisenach für eine große Handballkarriere

Der 15-jährige Jakob Völksch aus der 1.000-Einwohner-Ort Borne in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt), möchte Handballprofi werden. Nationalspieler Patrick Wiencek, seit vielen Jahren Dauerbrenner beim THW Kiel und in der deutschen Nationalmannschaft, ist sein Vorbild. Patrick Wiencek spielt am Kreis, wie der am 29.04.2006 in Bernburg geborene, aktuell 1,88 Meter große und schon 86 Kilo auf die Waage bringende Jakob Völksch auch.

Um den Traum Handballprofi zu realisieren, hat Jakob Völksch sein gemütliches Umfeld aufgegeben, ist im Sommer des Vorjahres zum ThSV Eisenach gewechselt, hat sein Quartier im Wohnheim aufgeschlagen, lernt nun an der Wartburgschule (10. Klasse). Was für eine riesige sportliche Umstellung! Beim SV Germania Borne begann er 2012 unter Übungsleiter Sven Klippstein bei den Minis den Sport mit dem kleinen runden Leder. Ab dem C-Jugend-Alter streifte sich der handballbegeisterte Jakob Völksch das Trikot der TSG Calbe über. Mangels Spieler war das Team in Borne aufgelöst worden. Um zum Training in die vom Wohnort 15 Minuten entfernte Sporthalle zu kommen, wurden Fahrgemeinschaften gebildet. Mit der C-Jugend der TSG Calbe bejubelte der junge Kreisspieler den Landesmeistertitel. Vor dem großen SC Magdeburg! (Aus Calbe gekommene Handballer, wie Werner-Aßmann, hatten 1958 maßgeblichen Anteil am Gewinn des Titels des Deutschen Meisters im Feldhandball der DDR durch Motor Eisenach. Die Spielstätte des 1990 aus der Sektion Handball der BSG Motor Eisenach hervorgegangenen ThSV Eisenach trägt den Namen Werner-Aßmann-Halle.)
Wie er zum Handball gekommen ist?

Freunde haben mich mal mitgenommen. Es hat Spaß gemacht. Ich merkte auch schnell, Mannschaftssport liegt mit. Handball ist zudem sehr vielseitig, so Jakob Völksch.

Matthias Bäurer, jetzt Jugendkoordinator beim ThSV Eisenach, zuvor im Nachwuchstrainerstab des SC Magdeburg und der Landesauswahl, war auf den Schwarzschopf schon länger aufmerksam geworden, kannte dessen Wunsch, höherklassig zu spielen. Nach einem Probetraining entschied sich Jakob Völksch für den Wechsel in die Wartburgstadt.

Die Trainingsumfänge sind hier natürlich deutlich höher. In Calbe waren zwei Trainingseinheiten und das Spiel am Wochenende. In Eisenach stehen 8 Trainingseinheiten, davon zwei Krafteinheiten, und das Spiel am Wochenende an. Sogar während der Ferien, wie jetzt gerade in den Winterferien, wird trainiert. Da habe ich auch nicht gleich Hurra geschrien. Ich bekenne, die Umstellung fiel mir zunächst schwer. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, die Tagesabläufe entsprechend eingeordnet, berichtet Jakob Völksch.

Manchmal habe er schon noch Muskelkater. Aber gerade beim Krafttraining sieht der B-Jugend-Spieler noch Nachholbedarf, obwohl er schon kräftig zugelegt hat.

Ich weiß, ich muss mich im Angriff verbessern, bei 1:1-Situationen mehr mitdenken, konstatiert das junge Handballtalent.

Seine körperliche Präsenz an der Kreismitte nutzt er noch viel zu wenig. Bei den jetzt anstehenden Play-Off-Spielen in der Regionalliga Nordost der männlichen Jugend B trifft Jakob Völksch mit seinen Teamgefährten auf namhaften Kontrahenten: SC Magdeburg, DHfK Leipzig, Füchse Berlin Reinickendorf, Empor Rostock und NSG EHV/Nickelhütte Aue. Dabei wird sich zeigen, wir weit der ThSV Eisenach von diesen Leistungszentren noch entfernt ist. Mannschaftlich und jeder einzelne! Am Sonntag, 27.02.2022 empfängt die ThSV-B-Jugend um 16.30 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle die Altersgefährten des SC DHfK Leipzig.

Den nächsten Schritt möchte Jakob Völksch, der an den liebsten Spaghetti mit Bolognese isst, mit dem ThSV Eisenach vollziehen, die Qualifikation für die Jugendbundesliga. Welchen Weg möchte er beruflich einschlagen?

Was Handwerkliches, antwortet Jakob Völksch, ohne konkret zu werden.

Er weiß, eine Berufsausbildung ist auch für Handballprofis ungemein wichtig!

Th. Levknecht

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