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Stadt und Eisenacher Versorgungs-Betriebe verabschieden Peter Bock

„Es gibt Menschen, die sind Ehrenamt“

Es gibt Menschen, die wünschen sich Ehrenamt, es gibt Menschen, die zeigen Ehrenamt und es gibt Menschen, die sind Ehrenamt, mit diesen Worten dankte Oberbürgermeisterin Katja Wolf dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Eisenacher Versorgungs-Betriebe mbH (evb), Peter Bock.

Der gebürtige Hünfelder, der 1991 als Sparkassenleiter nach Eisenach gekommen war, wurde gestern (6. Februar) nach 28 Jahren als Aufsichtsratschef von Stadt und evb verabschiedet. Peter Bock hatte nicht nur den Vorsitz im Aufsichtsrat evb inne, sondern engagiert sich stark für seine Wahlheimat Eisenach. Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes, lange Jahre Aufsichtsrat des Christlichen Krankenhauses Eisenach, Aufsichtsrat des Gründer- und Innovationszentrums Stedtfeld sowie im Förderverein der Berufsakademie Eisenach e.V. und der Denkmal-Stiftung-Eisenach. Für Katja Wolf ist Peter Bock „ein Mann mit Vorbildcharakter“. Das hob auch Ivars Gludausis, Geschäftsführer evb, in seiner Rede hervor:

Als Aufsichtsratsvorsitzender war Peter Bock für uns immer ein wichtiger Gesprächspartner, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Danke für die vertrauensvolle, freundliche und respektvoll Zusammenarbeit. Wir wünschen Ihnen, dass Sie die neu gewonnene Freizeit genießen.

Er überreichte Peter Bock zum Abschied eine Sonderausgabe der Betriebszeitschrift „watt.burg“.

Sie haben nach der Wende in Eisenach die Energieversorgung gesichert und dafür gesorgt, dass vollkommen neue Strom- und Gasleitungsnetze aufgebaut wurden. Herzlichen Dank dafür, sagte Wolfgang Rampf, Vorstandsmitglied TEAG Thüringer Energie AG (TEAG).

Der so geehrte Peter Bock ließ seinen Alltag als Aufsichtsratsvorsitzender Revue passieren: 71 Aufsichtsratssitzungen, 54 Gesellschafterversammlungen und 35 Personalausschusssitzungen, unzählige Gespräche mit der Geschäftsleitung und den weiteren Aufsichtsratsmitgliedern gehörten dazu.

Wir haben damals bei der Umstellung auf Erdgas schon sehr gezittert, ob die Leitungen halte. Und wir haben gekämpft, dass die Kommune die Stadtwerke wieder zurückbekommt. Indirekt haben wir als evb auch Opel-Arbeitsplätze gesichert, als wird dem Autobauer Fernwärme für die Stadt von seinem zu großen Kraftwerk abgenommen haben, erinnerte sich Peter Bock sichtlich gerührt und dankte seinen Wegbegleitern und Mitstreitern.

Der 72-Jährige lebt inzwischen wieder in Hünfeld in der Nähe seiner Kinder und Enkel. Bock ist der Wartburgstadt noch immer sehr verbunden. Ein bis zwei Mal im Monat ist er in Eisenach.

Im Rahmen der Verabschiedung, die von Schülern der städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ begleitet wurde, überreichte Katja Wolf Peter Bock ein Geschenk. Dabei handelt es sich um eine Plakette mit seinem Namen, die in Zukunft auf einer neuen Sitzbank im Kartausgarten zu sehen sein wird. Die dazugehörige Bank wird noch bestellt und soll künftig Besucher des Kartausgartens zum Verweilen in der Natur einladen.

Peter Bock und seine Wahlheimat Eisenach
Direkt nach der Wendezeit kam Peter Bock 1991 nach Eisenach, um die Kreissparkasse zu modernisieren. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Hans-Peter Brodhun fragte Bock, ob er sich als Aufsichtsrat der evb wählen ließe. Die Energieversorgung als eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Entwicklung von Gewerbe und Industrie bot Peter Bock die Gelegenheit, für seine neue Heimat tätig zu sein. Zu Beginn, so Bock in einem Interview der evb, war es wichtig, die Stadt wieder für die Bürger lebenswert zu machen. Bock begleitete die Umstellung von Stadt- auf Erdgas, das unterirdische Verlegen der Stromkabel und die gesicherte Fernwärme für die Neubauviertel in Eisenach. An seiner Wahlheimat Eisenach mag Bock, dass sie eine kulturelle Stadt ist. Als Fahrradfahrer und Mountainbiker machte Peter Bock viele schöne Touren, ist den gesamten Rennsteig abgefahren und mag die „wunderschöne Landschaft“. Zusammen mit seiner Frau reist der 72-Jährige gerne und möchte viel von der Welt sehen. Außerdem ist er noch Obmann aller ehemaligen Sparkassenvorstände aus Thüringen und Nordhessen. Gerne ist Peter Bock als Opa im Einsatz.

Meine Kinder und Enkel sind das Wichtigste überhaupt.

Den evb-Mitarbeitern spricht Peter Bock ein großes Dankeschön aus.

Hut ab vor dieser Leistung. Was in den letzten 30 Jahren alles passiert ist, ist schon Wahnsinn. Wir haben eine ganz tolle Mannschaft, die sehr stolz auf sich sein kann.

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