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ThSV Eisenach will den Bock umstoßen

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
ThSV-Coach Markus Murfuni und Manager Rene Witte beim 26:26-Remis zwischen beiden Teams am 30.12.2020 in Dresden.

Am Freitag peilen Wartburgstädter ersten Sieg über den HC Elbflorenz an • Im Interview: Markus Murfuni, der Coach des ThSV Eisenach

Zum 35. Spieltag der Saison der 2. Handballbundesliga der Männer empfängt der ThSV Eisenach am Freitag, 04.06.2021 um 19.30 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle den HC Elbflorenz. Es ist erst das 6. Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams um Punkte im Handballunterhaus. Keines dieser Partie konnte der ThSV Eisenach gewinnen. Mit einem 26:26 am vorletzten Tag des Jahres 2020 haben sich die Wartburgstädter aber schon einmal an den ersten Erfolg herangearbeitet. Der soll nun eingefahren werden. Der ThSV Eisenach ist nach dem 32:27-Erfolg beim Wilhelmshavener HV in bester Stimmung und will nun den Bock gegen das Team aus der sächsischen Metropole endlich umstoßen.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
In gelöster Stimmung, Eisenachs Trainer Markus Murfuni und Kreisspieler Peter Walz.

Wie fällt – mit etwas Abstand – das Resümee des Wochenend-Trips an die Nordsee aus?
Unsere für das vergangene Wochenende aufgestellte Rechnung ist aufgegangen. Kleinigkeiten haben gefehlt, um sogar beim Tabellenführer HSV Hamburg zu punkten. Wir lieferten eine gute Leistung ab und reisten mit breiter Brust nach Wilhelmshaven. Ich bin sehr froh, dass wir in der offiziell ohne Zuschauer und dennoch hitzigen Atmosphäre den Kampf um den Klassenerhalt angenommen und den eminent wichtigen Erfolg mit nach Eisenach genommen haben

Das „sogenannte 4-Punktespiel“ in Wilhelmshaven dominierte ihre Mannschaft nach der Auftaktviertelstunde in beeindruckender Manier…?
Im Saisonverlauf haben wir die „Muss-Spiele“ für uns entschieden. Dieses Mal auch auswärts! Wir haben uns von der Hektik in der Nordfrost-Arena nicht anstecken lassen, wir haben uns auf uns konzentriert und fokussiert. Das war ein wichtiger Teil unserer Dominanz. Wir haben uns an unseren Matchplan gehalten, die Achse zwischen Rückraumspieler Rene Drechsler und Kreisspieler Bartosz Konitz weitestgehend zu neutralisieren sowie mit Konsequenz und Mut unser Spiel nach vorn zu gestalten und abzuschließen. Es bleibt zu konstatieren, wir haben im Saisonverlauf stets die Distanz auf die Abstiegsränge gewahrt.

Es scheint sich eine Stammformation herauskristallisiert zu haben, mit Ivan Snajder auf Links- und Willy Weyhrauch auf Rechtsaußen, Daniel Hideg im linken und Alexander Saul im rechten Rückraum, Jannis Schneibel auf Rückraum Mitte, Peter Walz am Kreis sowie Blaz Voncina im Tor?
In den letzten beiden Partien setzten wir hauptsächlich auf diese Akteure. Im bisherigen Saisonverlauf haben wir alle Spieler eingesetzt und werden dies auch in den restlichen Begegnungen so handhaben. Es galt ja auch länger und kürzer anhaltende Verletzungen oder Krankheiten zu meistern. Jeder Spieler ist im Kader wichtig. Jeder Spieler weiß das auch. Gerade in so einer Saison wie der aktuellen ist das Verteilen der Verantwortung auf möglichst viele Schultern das Gebot der Stunde.

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Keeper Blaz Voncina, hier beim jüngsten Auswärtsspiel in Hamburg, will der starke Rückhalt seines Teams sein.

Rechnerisch ist der Klassenerhalt noch nicht gesichert, Ihr Manager wünscht raschen Punktezuwachs, um letzte Zweifel zu beseitigen. Noch stehen 4 Punktspiele an. Wo setzen Sie die Akzente?
Vielleicht sollten wir nicht nur nach unten schauen, sondern auch nach dem, was wir oben noch erreichen können. Wir müssen natürlich realistisch sein, uns in erster Linie auf den Klassenerhalt fokussieren, uns keine utopischen Ziele nach oben setzen. Wichtig ist, dass wir es lernen, dass die nächste Aufgabe immer die wichtigste ist, die wir lösen sollten und uns darauf voll konzentrieren. Von den noch vier zu absolvierenden Punktspielen bestreiten wir drei in eigener Halle. Da wollen wir die nötigen Punkte einfahren, um auch rechnerisch keine Zweifel aufkommen zu lassen.

Der ThSV Eisenach konnte keines der bisherigen 5 Punktspiele gegen den HC Elbflorenz gewinnen. Kurz vor dem Jahreswechsel gab es mit dem 26:26-Remis in Dresden den ersten Punktgewinn. Folgt nun auch der von den blau-weißen Fans so sehnlich erhoffte erste Sieg gegen das Team aus der Elbestadt?
Wir wollen diese Partie, zumal zuhause, für uns entscheiden. Kurz vor dem Jahresende besaßen wir in Dresden eine gute Chance, den ersten Sieg einzufahren. Kleinigkeiten verhinderten seinerzeit unseren Doppelpunktgewinn. Wir treffen am Freitagabend auf einen starken Gegner, was auch ein Blick auf die Tabelle beweist. Ja, wir wollen den ersten Sieg gegen den HC Elbflorenz!

Mit 36:26 Punkten liegt der HC Elbflorenz sicher über den Erwartungen. Auf was muss sich Ihre Mannschaft einstellen?
Der HC Elbflorenz spielt eine sehr solide und konstant gute Saison. Sebastian Greß ist auf Rückraum-Mitte der klare Kopf der Mannschaft. Das Team ist kämpferisch und spielerisch sehr gut aufgestellt. Wir wollen mit einem fairen und harten Handball arbeiten. Wir hoffen, dass uns vielleicht Zuschauer unterstützen dürfen.

Haben Sie die erfolgreiche Formation vom Nordsee-Trip am Freitagabend zur Verfügung?
Wie erwähnt, Ante Tokic ist zurück. Wir gehen mit dem Kader vom Nordsee-Trip in die restlichen Saison-Spiele.

Th. Levknecht

Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach
Ivan Snajder, derzeit Eisenachs erfolgreichster Werfer, beim Torwurf im Hinspiel in Dresden.

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