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THW-Helfer auf dem Weg nach Liberia

Am Mittwoch, 26. Juli, 7 Uhr, beginnt für Andreas Knittel, vom Eisenacher Technischen Hilfswerk (THW) der zweite Einsatz in Liberia. Vom Flugplatz Berlin-Tempelhof geht es mit dem Flieger über Brüssel nach Monrovia in die Hauptstadt Liberias.
Dort wird der Seebacher mit 15 weiteren THW-Helfern für die UN-Friedens-Truppen die Elektrogeneratoren warten.
Bereits Anfang des Jahres war der 30-Jährige in Monrovia im Einsatz. Natürlich ist er nun gespannt, was sich in den Monaten danach alles geändert hat.
Dort ist nun Regenzeit, eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit bei rund 27 Grad, nicht gerade gut für die empfindliche Technik und Elektronik.
Sein Einsatzauftrag ist der Gleiche, Wartung der Generatoren für die UN, diesen Auftrag hat das THW im Auftrag der Bundesregierung für die UN übernommen. Es gebe dort Arbeitszeiten wie in Deutschland, berichtet Knittel vor der Abreise.
Nur mit der Freizeit sei es etwas anders. Da werde schon einmal eine DVD 30-mal angesehen, Computerspiele gemacht, Fernsehen in Deutsch gebe es täglich nur zwei Stunden. Ausflüge mit seinen Kameraden wolle er machen, im Land, das vom Bürgerkrieg stark zerstört sei, gebe es viel zu entdecken. Jedoch dürfe man nicht allein die Gegend erkunden. Ab 24 Uhr gibt es eine Ausgangssperre.
Neugierig sei er auch auf die Küche. Bei seinem ersten Einsatz waren Köche aus Deutschland im Einsatz – ein gutes Essen ist immer gut für die Stimmung der Truppe. Untergebracht sind die Männer und Frauen in einem Camp, dass sich das THW ausgebaut hat.
Durch seine langjährige Ausbildung im THW, Knittel ist in Eisenach Gruppenführer der Fachgruppe Elektroversorgung und seinen Beruf als Elektriker, hat er die notwendigen Erfahrungen für diesen zweimonatigen Einsatz.
Es mache dem jungen Mann Spaß dort zu arbeiten, zudem ist er in Deutschland erneut arbeitslos.
Beim ersten Mal konnte sich sein fünfjähriger Sohn über einen kleinen Elefanten aus Holz freuen, nun wünscht er sich eine kleine (Holz)schlange.
Am 28. September wird Andreas Knittel von seinen Kameraden aus Eisenach wieder in Berlin abgeholt. Die Elektro-Fachgruppe des Eisenacher THW wird von einem anderen Kameraden geführt.

Rainer Beichler |

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