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Wir Eisenacherinnen und Eisenacher können das gemeinsam

Liebe Eisenacherinnen und Eisenacher,

ich wende mich heute in einer Zeit an Sie, die für Viele etwas Bedrohliches auch Gespenstisches an sich hat. Mit dem Corona-Virus erleben wir etwas, was keiner von uns jemals schon erlebt hätte. Wir stehen gemeinsam vor einer Herausforderung, von der wir noch gar nicht wissen, wie groß sie wird. Aber ich bin der tiefen Überzeugung, dass wir Eisenacherinnen und Eisenacher diesen Herausforderungen gewachsen sind, wenn wir uns auf eine unserer großen Tugenden verlassen: unseren Gemeinsinn.

Ich darf Ihnen versichern, dass wir in der Stadtverwaltung alles Erdenkliche tun, um die Folgen der Krise zu bewältigen. Es gibt bereits jetzt deutliche Einschränkungen im normalen Leben und es wird noch weitere geben. Dies wird vor allem auf Bundes- und Landesebene und von unserem Gesundheitsamt entschieden. Wir versuchen, die sich daraus ergebenden Folgen zu beherrschen, uns auf jedes neue Szenario vorzubereiten. Das wird nicht ohne Ruckeln, ohne Probleme, ohne weitere Belastungen für uns alle gehen. Auch in der Verwaltung arbeiten Menschen mit all ihren Ängsten, Sorgen und Nöten, die etwa genauso von den Schulschließungen betroffen sind wie alle anderen. Und: Wir fahren auf Sicht, weil sich die Lage stetig ändert.

Warum wir das tun, haben Sie sicherlich schon vielfach im Fernsehen gesehen oder in der Zeitung oder im Internet gelesen. Wir haben ein funktionierendes Gesundheitssystem in der Region. Auf das Netz aus kompetenten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, einem gut funktionierenden Rettungsdienst und einem gut aufgestellten Klinikum können wir bauen. Allerdings ist dieses Netz auf „Normalbetrieb“ ausgelegt, und deshalb ebenso auf eine Verlangsamung des Ausbreitens des Virus angewiesen. Schon einmal Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich, die sich in ganz besonderer Weise für uns einsetzen.

Was ich damit sagen will ist, dass wir alle gefragt sind. Die Stadtverwaltung allein wird es nicht schaffen, das Klinikum auch nicht. Wir alle müssen mithelfen. Wir wollen noch in dieser Woche eine Koordinierungsstelle schaffen, an die sich alle wenden können, die Hilfe brauchen (etwa beim Einkauf oder anderem) und solche, die Hilfe geben wollen.

Wir Eisenacherinnen und Eisenacher haben schon mehrfach gezeigt, dass wir gemeinsam zu Außergewöhnlichem fähig sind. Nun stehen wir vor einer besonderen Herausforderung, die ihr wahres Gesicht noch nicht ganz gezeigt hat. Da braucht es unseren Zusammenhalt, einen kühlen Kopf und den Blick und das Herz für den Anderen, den Mitmenschen. Ein Lächeln mag nicht direkt helfen, es schadet aber auch nicht. Ein gutes Wort verhindert den Virus nicht, aber es hilft der Seele. Vielleicht schaffen wir es, dass der jetzt eingeforderte Abstand voneinander uns am Ende näher zusammenbringt.

Ich bin davon überzeugt, wir Eisenacherinnen und Eisenacher können das gemeinsam.

Ihre Katja Wolf, Oberbürgermeisterin

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