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Zum 210. Geburtstag von Fritz Reuter: Förderverein Reuter-Museen gibt Festschrift heraus

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Mit einem besonderen Geburtstagsgeschenk würdigt der Förderverein Reuter-Museen e.V. den 210. Geburtstag des niederdeutschen Schriftstellers Fritz Reuter am 7. November.

Die Reutervilla, Alterswohnsitz des Schriftstellers Fritz Reuter und seiner Frau Luise, wurde 1866 – 68 erbaut und beherbergt seit 1897 das Reuter-Wagner-Museum.

„…Ach Eisenach ist schön, ist wunderschön !…“ so ist es in einem Brief Reuters nachzulesen.

Der Schriftwechsel der Familie aus ihrer Eisenacher Zeit umfasst mehr als 600 Briefe. Zu den Besonderheiten gehören neben dem umfangreichen Briefwechsel mit dem Reuter-Verleger Hinstorff auch mehrere Briefe des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach, gerichtet an die hochverehrte Frau Dr. Reuter und den geschätzten Herrn Dr. Reuter.

Bildquelle: © Förderverein Reuter-Museen e.V. / Stadt Eisenach • Hartfried Räder

Hartfried Räder aus Eisenach öffnete das „Schatzkästchen“, das vorwiegend Briefe der Luise Reuter aber auch Briefe an und von Fritz Reuter enthält. In jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit transkribierte Räder den Schriftwechsel und stellte die Ergebnisse in einer interessanten Vortragsreihe einem breiten Publikum in der Reutervilla vor. Hartfried Räder leistete mit seiner engagierten Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Eisenacher Reuterforschung. 

„Die Reuters und ehr Hüsung am Fuße der Wartburg“ ist die Festschrift überschrieben, in der Hartfried Räders Vorträge in komprimierter Form nun veröffentlicht sind. Die Publikation lässt den Leser teilhaben an der „Faszination Reuter“. Die mit ausgewählten historischen Abbildungen illustrierte Broschüre umfasst 60 Seiten und kann ab Januar im Reuter-Wagner-Museum zum Preis von 10 Euro erworben werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Reuter-Wagner-Museum zugute.

Fritz Reuter sei ihm natürlich bekannt gewesen, so Räder. Aber erst im Laufe seiner über Jahre geleisteten Arbeit im Reuter-Wagner-Museum begann für Hartfried Räder das Faszinosum, das er in folgende Worte fasst: „…aber nun, gewissermaßen im fortgeschrittenen Semester, begannen mich die Persönlichkeiten des Briefwechsels immer mehr in ihren Bann zu ziehen und erweckten meine Neugier und mein Interesse an ihren Charakteren, an ihren Gedankengängen, ihren Lebensproblemen, ihren Freuden und Nöten“.

Dank der engagierten Vorsitzenden des Fördervereins Reuter-Museen e.V. Renate Drefahl liegt die Hommage an die „Eisenacher Reuters“ pünktlich zum Geburtstag vor, der, wie in den vergangenen Jahren auch, festlich begangen werden sollte. Da aufgrund der Gegebenheiten die geplante öffentliche Vorstellung der Festschrift verschoben werden muss, richtete Renate Drefahl anlässlich des Jubiläums ein Grußwort an die Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf.  Sie dankt im Namen des Fördervereins für das Bekenntnis der Stadt Eisenach zum Erhalt des Reuter-Wagner-Museums und würdigt den Wiederaufbau der historischen Balkonanlage, der auch vom Förderverein Reuter-Museen e.V. unterstützt wird. Die Eisenach eng verbundene Vorsitzende hofft, dass das Reuter-Wagner-Museum auch künftig viele Besucher begrüßen kann und so das Erbe Fritz Reuters in der Wartburgstadt lebendig bleibt.

Der Autor Hartfried Räder, geboren 1934 in Mengersgereuth-Hämmern, studierte Biologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Er lehrte viele Jahre Biologie und Chemie am Eisenacher Ernst-Abbe-Gymnasium. Für sein großes ehrenamtliches Engagement wurde Räder 2014 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Eisenach ausgezeichnet. Seit 2018 gehört er dem Förderverein Reuter-Museen e.V. an.

Der Förderverein Reuter-Museen e.V. wurde 1991 auf Initiative der Fritz Reuter Gesellschaft gegründet. Er fördert und unterstützt die Reutergedenkstätten und Museen in Eisenach, Neubrandenburg, Dömitz und Stavenhagen in vielfältiger Form. Dem Verein ist die Wahrung des Andenkens an Fritz Reuter auch in Eisenach ein wichtiges Anliegen. Neben dem Wiederaufbau der Balkonanlage unterstützte er die Restaurierung der Reuter-Grabstätte auf dem Eisenacher Hauptfriedhof. Ebenso ermöglicht der Verein mit großzügiger Unterstützung Vortragsreihen, museumspädagogische Projekte, Konzerte und Lesungen im Reuter-Wagner-Museum.

Bildquelle: © Förderverein Reuter-Museen e.V. / Stadt Eisenach

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