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10 Jahre Seniorenbüros – Festakt auf der Wartburg

Eine Fachtagung der http://www.seniorenbueros.org(Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS)) fand Montag und Dienstag in Eisenach im Haus Hainstein statt. Die Tagung stand unter dem Thema: „Den demografischen Wandel gestalten – Wege zur Selbstorganisation älterer Menschen in Kommunen“.

An der zweitägigen Fachtagung nahmen mehr als 100 VertreterInnen der bundesdeutschen Seniorenbüros sowie MultiplikatorInnen im Bereich der offenen Altenarbeit und Engagementförderung teil, um insbesondere die Zukunftsperspektiven des bürgerschaftlichen Engagements älterer Menschen auf kommunaler Ebene zu beraten.

Die Ergebnisse des im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführten zweiten Freiwilligensurveys (Untersuchung) belegen eindeutig, dass ältere Menschen ab 56 Jahren die größte Wachstumsgruppe bei der Ausübung von freiwilligem Engagement darstellen. Insgesamt sind 40% der 56- bis 65-Jährigen freiwillig engagiert und leisten hierdurch für das Funktionieren unseres Sozialstaates einen unverzichtbaren Beitrag.

«Eisenach könnte für Deutschland ein Modellfall für die Zukunft werden», stellte Christian Wienberg, der Vorsitzendes das BaS fest. In Eisenach werde eine aktive Arbeit mit den Senioren gemacht. Schon jetzt liege der Anteil der Senioren (über 60 Jahre) an der Bevölkerung bei 30 Prozent. In Deutschland erwarte man diese Zahl im Jahr 2025.

Die Senioren seien der «Glanz der Gesellschaft». Deshalb sollten ihre Erfahrungen und ihre Kompetenz, auch nach dem Berufsleben, genutzt werden. Die Seniorenbüros böten dazu eine gute Basis. Vor 13 Jahre wurde in Berlin das Modellprojekt gestartet. Heute gibt es 170 Seniorenbüros in Deutschland. Das Eisenacher Büro gebe es nun schon elf Jahre, und es sei kein Modellprojekt des Bundes gewesen.
2004 fiel in Bremen die Entscheidung für Eisenach. Und die Wartburg soll der würdige Rahmen für den 10. Geburtstag der Bundesarbeitsgemeinschaft sein. Am Montag gab es im Palas einen Festakt.

Seniorenbüros haben sich aufgrund ihrer zehnjährigen Erfahrungen als wichtige Zentren der Initiierung und Förderung des freiwilligen Engagements Älterer auf kommunaler und regionaler Ebene etabliert. Seniorenbüros werden vielfach auch von den Kommunen finanziell gefördert. Zurzeit sind viele Seniorenbüros jedoch mit rückläufigen Finanzierungsstrukturen, besonders in den östlichen Bundesländern, konfrontiert und befinden sich in einer prekären finanziellen Lage.

Bei der zweitägigen Fachtagung wurden Strategien und Wege diskutiert u.a. zur Sicherstellung der Leistungen im Bereich der Altenarbeit angesichts von Finanzierungsengpässen, zur Harmonisierung von kommunalem Bedarf und den Bedürfnissen älterer Freiwilliger, zur Stärkung der Verantwortungsrollen älterer Menschen im Gemeinwesen, zur stärkeren Verankerung von Seniorenbüros und anderen engagementfördernden Einrichtungen für Ältere auf kommunaler Ebene.

Seniorenbüros in Städten und Kommunen Deutschlands sind Einrichtungen der Beratung und Vermittlung älterer Menschen in der nachberuflichen Lebensphase, die sich in den Bereichen der Kultur, des Sozialen, der Freizeit und vielen weiteren Feldern des Gemeinwesens ehrenamtlich engagieren wollen. Mit Hilfe und Unterstützung der Seniorenbüros können ältere Menschen ihr Erfahrungswissen weitergeben und eine neue Verantwortungsrolle entwickeln.

Zu Tagung stellte sich auch das Senioren-Büro-Eisenach vor. So sind 68 der aktivsten Seniorinnen und Senioren als seniorTrainer, in der Computer- und Redaktionsgruppe sowie im Seniorenbeirat mit vielen Stunden tätig. Sie und viele andere sind in Gruppen wie z.B.: Schach, Chor, Tanzgruppe, Zeichenzirkel und Hausmusik engagiert.

Oberbürgermeister Gerhard Schneider verwies darauf, dass in Eisenach die Senioren eine große Beachtung hätten. Es gäbe neben dem Seniorenbüro auch den Seniorenbeirat und die Seniorenbeauftragte, die beim OB Vortragsrecht habe.

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