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Atomkraftwerke überflüssig wie ein Kropf

Der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Carsten Meyer ruft zur Teilnahme an gewaltfreien Protesten und Aktionen gegen den Castor-Transport auf.

Meyer, der selber aus Niedersachsen stammt, erfuhr seine erste Politisierung mit den Protesten gegen die damals in Gorleben geplante Wiederaufarbeitungsanlage mit Endlager. „Wir haben damals erreicht, dass der Plan für die Wiederaufarbeitungsanlage schließlich fallen gelassen wurde. Das Gorleben noch heute als Standort für ein Endlager gehandelt wird, ist eine fachlich nicht zu rechtfertigende und politisch falsche Entscheidung“, stellt Carsten Meyer fest. „Spätestens seit dem Asse-Desaster müssten nun alle Verantwortlichen in Deutschland wissen, dass Salzstöcke als Lager für radioaktiven Müll nicht geeignet sind.“

Der Bus, den Bündnis 90/DIE GRÜNEN Thüringen für die Fahrt zur Demonstration gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg gechartert haben, war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Die Finanzierung für den 2. Bus hat Carsten Meyer übernommen. Auch dieser Bus, ist schon restlos ausgebucht.

Von den Eisenacher Grünen fahren u.a. der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion Stefan Schweßinger und der Sprecher des Regionalverbandes Richard Janus nach Gorleben, um ihrer Forderung nach dem Festhalten am Atomausstieg Ausdruck zu verleihen. Stefan Schweßinger hält fest: „Deutschland exportiert Strom. Die deutsche Energiewirtschaft hat im ersten Quartal 2010 gut neun Milliarden Kilowattstunden Strom ins Ausland exportiert – so viel wie noch nie. Das entspricht der Leistung von sechs Atomkraftwerken. Und zwei AKW stehen ja seit Jahren wegen versuchter Mängelbeseitigung still: Brunsbüttel und Krümmel. Daraus kann man nur das Fazit ziehen: Atomkraftwerke sind überflüssig wie ein Kropf.“

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