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Bekannten Kompromiss zur Werraquerung endlich umsetzen

Der Hinweis des CDU-Bundestagsabgeordneten Christian Hirte im Internet am 14.10.2009, dass er den Bau der Werraquerung B 62 mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten forcieren möchte, verwundert in Art und Inhalt. Eigentlich dürfte ihm nicht unbekannt sein, dass seit 15 Jahren eine umweltverträgliche Kompromissvariante vorliegt und im Interesse der Bürger längst gebaut sein könnte. Straßenbauamt und Politik haben sich jedoch durch einseitiges Aufkündigen dieses Kompromisses und bis heute immer neue Planungsänderungen selbst blockiert. Die vom Straßenbauamt zuletzt favorisierte und geplante Trassenvariante wird aufgrund umweltrechtlicher Verbotstatbestände nicht genehmigungsfähig sein. Genau das sind die Bedenken des NABU, auf die er seit Jahren immer wieder hinweist. Hat Herr Hirte nicht richtig hingehört, als er sich am 6. Januar 2009 beim NABU-Kreisverband in Sachen Werraquerung informierte und ihm genau diese Problematik vermittelt wurde? Jetzt vom NABU öffentlich einen Kompromiss zu verlangen, erscheint geradezu widersinnig! Der Kompromiss liegt seit 15 Jahren auf dem Tisch. Alles andere verstößt gegen geltendes Recht. Es muss endlich Schluss sein mit dem einfachsten und populistisch wirksamsten Weg, den Naturschutz in Person des NABU für den derzeit unbefriedigenden Zustand pauschal verantwortlich zu machen! Der NABU kann nur an das Straßenbauamt Südwestthüringen appellieren, jetzt unverzüglich mit der planerischen Umsetzung des bekannten Kompromisses auf die ökologischen Anforderungen zu reagieren. Nur so kann ein Planfeststellungsverfahren zur Genehmigung der B 62 Werraquerung erfolgreich und rechtssicher zum Abschluss gebracht werden.

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