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CDU-FDP-Kreistagsfraktion unterstützt Reaktivierung der „Werratalbahn“

Bildquelle: CDU/FDP-Kreistagsfraktion im Wartburgkreis

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Allianz pro Schiene haben kürzlich ihre Vorschläge für die Wiederinbetriebnahme von stillgelegten Eisenbahnstrecken mit Personen- und der Güterverkehr aktualisiert und erweitert. Neu mit auf der Liste ist auch die als „Werratalbahn“ bekannte Strecke zwischen Vacha und Gerstungen über Philippsthal entlang der Werra an der Thüringisch-Hessischen Grenze. Hintergrund: Die Verbindung von Gerstungen nach Vacha bestand von 1905 bis 1962. Vor allem die deutsche Teilung führte zur fast vollständigen Stilllegung der Strecke. Ein Teilstück wird vom K+S Konzern weiter genutzt.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-FDP-Kreistagsfraktion des Wartburgkreises und Landtagsabgeordnete Martin Henkel sowie sein Stellvertreter in der Kreistagsfraktion, Vachas Bürgermeister Martin Müller, begrüßen den Vorschlag, die Strecke wieder zu nutzen, ausdrücklich. „Die Idee und das Ziel, die Gemeinden im Werratal wieder besser an das Schienennetz anzubinden, findet unsere volle Unterstützung. Die Wiederbelebung der Bahnstrecke sorgt langfristig für schnelle und attraktive Verbindungen für Menschen und Waren, schafft Arbeitsplätze, sorgt somit für Leben in unseren Dörfern und Städten und entlastet zudem die Umwelt. Es bedeutet mehr Lebensqualität für unsere Bürger im ländlich geprägten Raum. Auch für die weitere Entwicklung des Tourismus bringt es ganz sicher Vorteile.“

Auch der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs unterstützt das Vorhaben. „Ich sehe in der möglichen Wiederaufnahme der Werratalbahn einen weiteren wichtigen Mosaikstein für die Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes Wartburgregion. Zusammen mit dem ICE-Halt in Eisenach und weiteren notwendigen Ausbau der Bundesstraßen B19 und B62 haben wir damit einen starken Auftritt im Wettbewerb zu den anderen mitteldeutschen Landkreisen in Thüringen und Hessen. Die mögliche Reaktivierung von Eisenbahnstrecken bedeutet ebenfalls keine Absage an unseren Busverkehr, dessen Taktung wir gerade mit sehr viel Aufwand neu strukturiert haben. Es wäre eine sinnvolle Ergänzung, um den öffentlichen Personennahverkehr insgesamt attraktiv zu gestalten und nach vorne zu bringen“, bekräftigt Reinhard Krebs, der zugleich auch Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Südwestthüringen ist.

Auch auf der Bahnstrecke Bad Salzungen – Vacha war der Verkehr im Jahr 2001 komplett eingestellt worden. Inzwischen fahren dort wieder Güterzüge. „Mittelfristig würden wir daher die weiterführende Verlängerung des Personenverkehrs von Vacha bis in die Kreisstadt Bad Salzungen für sinnvoll halten. Hier gäbe es dann Anschluss an die Bahnlinie Richtung Eisenach und Sonneberg. Somit wäre die Strecke Gerstungen – Bad Salzungen beidseitig gut angebunden und würde noch attraktiver“, so Martin Henkel und Martin Müller übereinstimmend.

„Entsprechend der jüngst durch die Thüringer Landesregierung erfolgten Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Maik Kowalleck (Drucksache 7/1145) stünden für eine Reaktivierung von Anschlussbahnen durchaus Bundesmittel im Rahmen der Gleisanschlussförderrichtlinie zur Verfügung. Das Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz stellt eine finanzielle Unterstützung der Modernisierung der Infrastrukturen von nichtbundeseigenen Eisenbahnen bereit, die dem Güterverkehr dienen. Darüber hinaus soll die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken künftig aus den Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes gefördert werden. Ich fordere daher die Landesregierung auf, jetzt mit allen Beteiligten auf die Wiederinbetriebnahme von Bahnstrecken für den Personen- und Güterverkehr in unserer Region und Thüringenweit hinzuwirken“, so Martin Henkel abschließend.

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