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Estlands Ministerpräsident bei MITEC

Juhan Parts, Ministerpräsident Estlands, besuchte am 9. November neben der Carl Zeiss Jena GmbH auch in Krauthausen/Eisenach die MITEC engine.tec GmbH.
Begleitet wurde der Staatsmann von Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz und dem Kultusminister Prof. Dr. Jens Göbel. Zur Delegation gehörten auch Unternehmer aus Estland.
Firmenchef Dr. Michael Militzer führte den Gast durch die Produktionsanlagen in Krauthausen, wo überwiegend Ausgleichswellen für die Fahrzeugindustrie gefertigt werden.
Nach dem Besuch trug sich Parts ins Gästebuch ein: «Welcome to Estland!», seine Worte.

Es ist für die MITEC AG bereits der zweite hochrangige Staatsbesuch aus dem Baltikum. Es ist kein Geheimnis, MITEC will im Baltikum investieren. «Die wirtschaftliche Lage in Deutschland und der Weltmarkt machen diesen Schritt nötig», so Dr. Militzer. Ein weiterer Schritt sei der asiatische Markt – dabei denke man an China. Der Zwang dies zu tun, sei groß. Trotzdem versuche das Unternehmen die deutschen Standorte «so gut wie möglich zu sichern», es könne aber Einschnitte geben. Über flexible Modelle werde gesprochen und auch über die Arbeitszeit.
Der Kostendruck in der Automobilbranche sei enorm geworden. Dazu komme noch die denkbare Umstellung von Euro auf Dollar im Handel mit den USA. Die Kosten würden überall gedrückt.
Von der Politik erwarte Dr. Militzer ein schnelles Umdenken, eine flexible Förderpolitik, Maßnahmen auf den Arbeitsmarkt. Neue günstigere Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden. Auch sollte auf allen Ebenen die Bürokratie abgebaut werden.

Mit dem Blick auf die baltischen Staaten: «Wir haben konkrete Fragen an die Regierungen dort gestellt. Schnell und ausführlich wurde uns geantwortet. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht.»

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