„German Professional School“

als wichtiger Baustein für Zukunftsfähigkeit des Wartburgkreises

Der Vorsitzende der SPD Wartburgkreis, Michael Klostermann, begrüßt die Auswahlentscheidung am 16.01.2024 für die Pilotstandorte zum Aufbau der „German Professional School“ in Thüringen. Eine Auswahlkommission hat dem Bildungsträger SBH Nordost am Standort Eisenach für die Region Südwestthüringen als einer von vier regionalen Standorten in Thüringen den Zuschlag erteilt.

Ich freue mich sehr, dass diese wichtige Bildungsinfrastruktur in der Wartburgregion angesiedelt und hier ein Pilotprojekt für die Qualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund und deren Vorbereitung auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt umgesetzt wird. Die erfolgreiche dauerhafte Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt ist eine der Schlüsselaufgaben, vor der wir in der Wartburgregion stehen. Der demografische Wandel wird in den nächsten Jahren dazu führen, dass etwa 30 Prozent unserer Erwerbsbevölkerung in den Ruhestand ausscheidet. Wir erleben schon jetzt, dass überall Fachkräfte und Arbeitskräfte händeringend gesucht werden, egal ob in der Industrie, im Handwerk oder in den verschiedenen Dienstleistungsberufen. Ziel muss es also sein, alle Erwerbsfähigen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Mein Dank richtet sich insbesondere an die Thüringer Wirtschaftsstaatssekretärin Dr. Katja Böhler, die das Konzept der ‚German Professional School‘ (GPS) entwickelt und unsere Bemühungen vor Ort als SPD Wartburgkreis um die Ansiedlung eines solchen Standortes konstruktiv begleitet und unterstützt hat. Die Wartburgregion ist das industrielle Zentrum in Thüringen. Daher muss der Fachkräfte- und Arbeitskräftesicherung in unserer Region das höchste Augenmerk zukommen, damit das auch mittel- und langfristig so bleibt. Mit dem Bildungsdienstleister SBH Nordost wurde ein erfahrener und in der Planungsregion gut vernetzter Träger ausgewählt. Ich bin überzeugt, dass es gelingt, die GPS in Eisenach in den nächsten Monaten zu einem Erfolgsmodell für ganz Thüringen mit überregionaler Ausstrahlungskraft zu entwickeln, unterstreicht Klostermann.

Die SPD hatte im Frühjahr 2023 durch einen Antrag im Kreistag des Wartburgkreises die Interessenbekundung für eine Bewerbung als Standort der GPS angestoßen. Der Kreistag war dem Beschlussvorschlag mit großer Mehrheit gefolgt. Daraufhin gab es intensive Bemühungen gegenüber der Landesebene, in Eisenach einen der vier geplanten Standorte anzusiedeln und langfristig zu etablieren.

Hintergrund:
Die „German Professional School“ soll als neues Bildungsangebot in einer Pilotphase in den Jahren 2024 bis 2026 zunächst an vier dezentralen (regionalen) Standorten in Thüringen aufgebaut werden, um junge Erwachsene mit Migrationshintergrund über einen einjährigen Zeitraum gezielt auf den einheimischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Über die GPS sollen zusätzliche Auszubildende für Thüringen gewonnen werden, die nach zwölf Monaten über einen unterschriebenen Ausbildungsvertrag bei einem Thüringer Unternehmen sowie ein allgemeines Sprachniveau B2, ausreichende berufsspezifische Sprachkenntnisse sowie über Kenntnisse des Staatsaufbaus und der Grundwerte in Deutschland verfügen, ausbildungsbegleitend Praxiserfahrung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt gesammelt sowie eine Schulung in interkultureller Kompetenz erhalten haben.

Der Aufbau eines solchen Standortes in Eisenach macht nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Wartburgregion in Thüringen Sinn. In Eisenach leben auch etwa 80 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund im Wartburgkreis, sodass ein wesentlicher Teil der Zielgruppe der GPS wohnortnah und sehr niedrigschwellig für dieses Bildungsangebot angeworben werden kann.