Gespräch im Kanzleramt zum Tagungsforum in Eisenach

Zweite Sondierung im Kanzleramt: Tagungsforum in Eisenach kann auf weitere Unterstützung aus Berlin zählen

Zu einem weiteren Gespräch trafen sich am 18. September der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsminister Carsten Schneider, mit Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und den Vertretern des „Initiativkreises Zukunft Eisenach“, Ralf Uwe Beck und Steffen Schütz.

Während des eineinhalbstündigen Gespräches im Kanzleramt ging es darum, welchen konkreten Bedarf es für ein Tagungszentrum in Eisenach konkret gibt. Hierzu hatte die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Initiativkreis zuvor online fast 300 bundesweit agierende, gemeinnützige Vereine und Organisationen befragt. Die Ergebnisse dieser Umfrage und eine darauf basierende Raum- und Baukostenplanung wurden nun im Kanzleramt präsentiert. Darüber hinaus ging es um konkrete Realisierungsmöglichkeiten.

Für Carsten Schneider hat Eisenach mit seiner zentralen Lage, dem ICE-Bahnhof und seinen attraktiven, touristischen Angeboten hervorragende Chancen, sich einen Namen als nationales Tagungs- und Begegnungszentrum zu machen.

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Auf Initiative des Initiativkreises soll in Eisenach ein Bürgerforum der Bundesrepublik Deutschland entstehen. Geplant ist ein Komplex mit Tagungs- und Veranstaltungskapazitäten, moderner Veranstaltungstechnik und multifunktionalen Räumen – kostenfrei nutzbar durch gemeinnützige Organisationen und vom Bund gefördert und betrieben. Damit würde der Bund nicht nur ein starkes Zeichen setzen, sondern auch die Arbeit der Vereine für unser Gemeinwesen nachhaltig würdigen. Vorbild ist ein ähnliches Zentrum in der Schweizer Hauptstadt Bern.

Der vom Initiativkreis geplante Bau auf der ehemaligen AWE-Industriebrache an der Rennbahn ist nach Meinung der Eisenacher Delegation mit dem zweiten Gespräch im Kanzleramt deutlich vorangekommen.

„Nun wollen wir den nächsten Schritt gehen und konkret um Unterstützung werben“, so Oberbürgermeisterin Katja Wolf. „Wir sind sehr dankbar, dass Carsten Schneider dabei nicht nur behilflich sein wird, sondern auch bereits konkrete Ideen beigesteuert hat.“

Staatsminister Schneider: „Ich bin beeindruckt von dem bürgerschaftlichen Engagement, mit dem Eisenach durch seine Idee eines nationalen Bürgerforums die Demokratie stärken will. Natürlich können wir in Zeiten knapper Kassen keine Finanzierungszusagen aus dem Ärmel schütteln. Aber wir können und wollen aktiv dabei unterstützen, damit die Idee des Bürgerforums in Eisenach realisiert wird. Wenn, dann ist Eisenach für eine solche Einrichtung der ideale Standort.“

Nach der starken Bürgerbewerbung der Wartburgstadt um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation hatte die Jury der Bundesregierung empfohlen, Eisenach besondere Unterstützung zu gewähren. Hierzu hatte Staatsminister Carsten Schneider die Oberbürgermeisterin Eisenachs und Vertreter des Initiativkreises bereits im Juni nach Berlin eingeladen und dabei vereinbart, sich im September ein weiteres Mal zu treffen.

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