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Grüne gegen Salzlaugenversenkung

Das Regierungspräsidium Kassel hat eine weitere Salzlaugenversenkung durch den Dungemittelkonzern Kali und Salz genehmigt. Zwar wurde nicht die volle beantragte Salzlaugenmenge genehmigt, aber in den nächsten Jahren wird sich nichts verbessern. Im Gegenteil: Für 2012 und 2013 genehmigte die hessische Behörde sogar eine größere Menge an Salzlauge in den Untergrund zu verpressen.

„Das ist äußerst unbefriedigend. Es ist zu befürchten, dass weiteres Trinkwasser vernichtet wird. Akut bedroht sind die Brunnen von Gerstungen“, sagt Gisela Rexrodt, Sprecherin des Regionalverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Deshalb habe die Stadt Eisenach auch eine ablehnende Stellungnahme dazu angegeben.
„Jede weitere Versenkung ist ein unkalkulierbares Spiel mit dem Trinkwasser. Genau deswegen haben das thüringische als auch das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie als Fachbehörde dringend vor einer Fortsetzung gewarnt“, erklärt Carsten Meyer, Landtagsabgeordneter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Der Düngemittelkonzern habe viel Zeit nutzlos verstreichen lassen und dabei mehr auf eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen gesetzt, als auf eine Vermeidung von Abwässern, werfen die Grünen K+S vor.

„Dem K+S-Konzern muss für die Versenkung von Salzlauge in den Untergrund endlich die rote Karte gezeigt werden. K+S hatte genügend Zeit, sich nach anderen technischen Lösungen umzusehen», sagt Gisela Rexrodt. „Der Kalibergbau im Werrarevier hat die Allgemeinheit schon mehr als genug gekostet und das schon seit vielen Jahren. Es ist auch in diesem Falle nicht hinnehmbar, wenn private Gewinne zu Lasten der Gesellschaft gehen“, sagt Carsten Meyer.
Für die Bündnisgrünen sei klar: in Hessen versenke Lauge habe Einfluss auf Thüringen und bedeuten ein unkalkulierbares Risiko für das Grundwasser. Das sei seit Jahren bekannt. Diesem Risiko müsse endlich mit den richtigen Konsequenzen begegnet werden, um den Schutz des Trinkwassers und der Umwelt zu gewährleisten. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen daher das Engagement der Gemeinden in der Kali-Region, die sich gegen die stetige Verschmutzung der Umwelt mit Salzwasser einsetzen.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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