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Kummer: Wartburg-Status ist nicht gefährdet!

Wie der jüngsten Berichterstattung im Bauausschuss des Landtages zu entnehmen gewesen sei, bestehe gegenwärtig keine Gefahr, dass der Wartburg der Titel „Weltkulturerbe“ wegen der Errichtung eines Windparks bei Marksuhl aberkannt werde, so Tilo Kummer, Sprecher der Linkspartei.PDS-Fraktion für Umweltpolitik.
„Es gibt keine Äußerung der UNESCO zu diesen Windkraftanlagen, außerdem war der Landesregierung nicht bekannt, dass ein Status als Weltkulturerbe schon einmal wegen Windmühlen aufgehoben wurde“, erklärte Tilo Kummer.

Im Ausschuss sei auch deutlich geworden, dass die geplanten Windkraftanlagen auf dem Milmesberg weder von der Wartburg zu sehen sein würden noch die Sicht auf die Wartburg verstellten. „Da kommt der Verdacht auf, dass Windkraftgegner die UNESCO-Keule vorschieben, um den geplanten Windpark aus anderen Gründen zu verhindern“, stellte Kummer fest. Rechtlich gebe es sonst kaum Möglichkeiten, da die Windräder in einem extra dafür ausgewiesenen Vorranggebiet aufgestellt werden sollen. „Dieses Vorranggebiet ist von der Region im Raumordnungsplan bestätigt worden“, erklärte der Umweltpolitiker weiter.

Da Windkraftanlagen heute oft deutlich größer gebaut werden als das bei der Erstellung der Raumordnungspläne zu erwarten gewesen wäre, fordert Kummer, bei der Genehmigung der Anlagenhöhe Rücksicht auf das Landschaftsbild und die entsprechenden Sorgen der Anwohner zu nehmen. Das sollte auch bei der Fortschreibung der Raumordnungspläne berücksichtigt werden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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