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Let´s face it

SPD Frauen unterstützen „Let´s face it“ Kampagne und fordern bundeseinheitliche Rahmenbedingungen für Frauenhäuser

Am letzten Wochenende tagte der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF).

Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende Elke Ferner: Die SPD-Frauen fordern Bund und Länder auf, bundeseinheitliche verbindliche Rahmenbedingungen sowie eine verlässliche Finanzierung für Frauenhäuser unverzüglich in Angriff zu nehmen.

Zu den Rahmenbedingungen gehören insbesondere:
–    eine verlässliche, verbindliche und bundeseinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser
–    ein Rechtsanspruch auf einen Frauenhausplatz
–    angemessene räumliche Ausstattung für Schutz suchende Frauen und deren Kinder
–    eine verbesserte Personalausstattung der Frauenhäuser
–    faire Arbeitsbedingungen für MitarbeiterInnen
–    Barrierefreiheit der Frauenhäuser
–    Sicherheitsanforderungen zur Gewährleistung der Schutzfunktion

Finanzierung und Ausstattungsstandards der Frauenhäuser innerhalb der Bundesrepublik sind völlig unterschiedlich geregelt, meist auf Basis bestehender Richtlinien der Bundesländer. Verbunden mit der Schaffung einheitlicher Regelungen ist es notwendig, die Standards von Frauenhäusern den aktuellen Anforderungen für die sofortige Schutz- und Hilfeleistung, kompetente Unterstützung und Begleitung während des Aufenthalts sowie der Nachsorge anzupassen. Denn dieser Anspruch muss allen Frauen in der Bundesrepublik gleichermaßen gerecht werden.

Die Thüringer ASF Vorsitzende Heidrun Sachse ruft in diesem Zusammenhang dazu auf, die bayrische „Let`s fcae it“ Kampagne zu unterstützen. In Bayern fehlen angesichts der Bevölkerungszahl ca. 1320 Plätze in Frauenhäusern (derzeit sind es 340 Plätze bei 12,5 Mio Einwohnern), in Unterfranken sind es allein 139 Plätze (derzeit 34 bei 1,3 Mio Einwohnern). Dieser Zustand führte dazu, dass im Jahr 2013 470 Frauen in Frauenhäsuern wegen Platzmangels abgelehnt werden mussten. Das bayrische Konzept für Frauenhäuser ist 20 Jahre alt und nur einmal wurde die Zuschusshöhe angepasst.

Statistisch gesehen ist jede 3. Frau in Deutschland von Gewalt betroffen.

Positiv sieht Heidrun Sachse, dass im Thüringer Koalitionsvertrag zwischen SPD-Linke und Bündnis´90 / Die Grünen ein bedarfsgerechtes Angebot und eine verlässliche Finanzierung der Hilfestrukturen sowie klare rechtliche Rahmenbedingungen für Frauenhäuser, Interventionsstellen, Frauenzentren, Zufluchten und Frauenberatungsstellen festgehalten sind. An der Umsetzung auch dieses Ziels wird sich eine neue Regierung messen lassen müssen, so Sachse weiter.

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