Schipanski: Wir müssen mehr aufeinander achten

Mit Bestürzung hat Thüringens Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski auf den erneuten Fund eines toten Babys in Thüringen reagiert. «Es ist eine Tragödie, die kein Ende zu finden scheint», so Schipanski. «In den vergangenen Wochen haben Jugendämter, Kliniken, Verbände, Politik und die Medien alles getan, um Hilfsangebote für Familien in verzweifelten Situationen bekannt zu machen. Und nun ist erneut für ein Kind jede Hilfe zu spät gekommen.» Sie hoffe, dass diese Ereignisse die Menschen im Land weiter sensibilisiere, auf ihre Verwandten, Freunde und Nachbarn zu achten und gegebenenfalls Unterstützung anzubieten. «Vom Babykorb über anonyme Geburt, Adoption und Pflege bis zu Helfern in den Familien vor Ort ist das Angebot in Thüringen vorhanden und wird von vielen Menschen gerne angenommen. Umso entsetzlicher ist es, wenn diese Unterstützung nicht genutzt wird und nun erneut ein Kind sterben musste. Wir müssen mehr aufeinander achten, damit so etwas nie wieder passiert.»

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